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An Salzböde wird Grenze neu gezogen

Renaturierung An Salzböde wird Grenze neu gezogen

Bei der Bad Endbacher Kläranlage wird sich der Verlauf der Grenze zu Gladenbach ändern. 
Die Größe der Gemeindeflächen bleibt jedoch 
wie bisher bestehen.

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Um die Ufer der Salzböde zu verbreitern, gibt es ein Flurbereinigungsverfahren, in dessen Verlauf auch die Grenze zwischen Bad Endbach und Weidenhausen neu gezogen wird.

Quelle: Sascha Valentin

Gladenbach. Im nächsten Jahr soll eine Entwicklung enden, die mit der Entstehung des Interkommunalen Gewerbeparks Salzbödetal (IGS) zusammenhängt. Schon damals wurde festgelegt, dass die beteiligten Kommunen Bad Endbach, Gladenbach und Lohra für die Verwirklichung des Gewerbegebiets einen Ausgleich für die verlorenen Naturflächen schaffen müssen.

Es geht um eine Fläche von insgesamt 42 Hektar, also etwa­ 59 Fußballfeldern. Um diese­ ­Fläche neu zu ordnen, unter 
anderem um den Lauf der Salzböde zu renaturieren, indem der Uferstreifen des Gewässers verbreitert wird, müssen neue Grenzen gezogen werden. Das dazu notwendige Flurbereinigungsverfahren wurde­ im Jahr 2005 beschlossen. Schon damals wurde mit dem Grunderwerb begonnen und auch heute laufen noch Gespräche mit den ­Eigentümern, von ­denen es rund 175 gibt.

Wie Harald Hauer von der hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation am Dienstag voriger Woche den Mitglieder der IGS-Verbandsversammlung erläuterte, wird sich der Grenzverlauf der Kommunen Gladenbach und Bad Endbach im Zuge der Flurbereinigung verändern – beim Gladenbacher Stadtteil Weidenhausen und der Kläranlage Bad Endbach. Die Grenzänderung wirkt sich jedoch nicht auf die Größe der Flächen beider Kommunen aus, erläuterte Hauer.

Gewerbepark gibt Flächen an Kommunen zurück

Nachdem alle für die Neuordnung benötigten Flächen erworben sind, werden die neuen Grenzen in einem Flurbereinigungsplan eingezogen. Dies soll zum Jahreswechsel geschehen. Nachdem die Beteiligten noch widersprechen konnten, erlangt der neue Plan Rechtskraft und die neuen Trennlinien werden im Kataster eingetragen. Das soll im nächsten Jahr der Fall sein. Dem neuen Grenzverlauf zwischen Bad Endbach und Weidenhausen müssen die Parlamente der beiden ­
Kommunen noch zustimmen.

Auf den IGS kommen kaum noch Kosten zu. Der Zweckverband hat schon in den Jahren 2005/2006 seinen Anteil von rund 6,3 Hektar zum Preis von einem Euro pro Quadratmeter erworben. Das ist der Anteil jener Flächen, die an den Rand der Salzböde verlegt werden, um deren Uferstreifen zu verbreitern. Im nächsten Jahr wird noch die Verfahrensrechnung zu begleichen sein.

Die Flächen bleiben auch nicht im Besitz des Zweckverbands, erläuterte Geschäftsführer Lars Plitt. Vorgesehen ist, dass der Verband die Flächen an die Mitgliederkommunen zurückgibt – unentgeltlich, aber mit der Auflage, sie zu pflegten. Der Aufwand dafür hält sich laut Hauer aber in Grenzen.

von Gianfranco Fain

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