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Baumpaten und Bauplätze gesucht

Ortsbeirat Weidenhausen Baumpaten und Bauplätze gesucht

Das eigene Obst ernten, auch wenn im Garten gar kein Baum steht? Der Ortsbeirat Weidenhausen macht’s möglich. Er bietet Naturfreunden aus dem Dorf die Möglichkeit, eine Patenschaft für Obstbäume zu übernehmen.

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Für die Bäume am Hochwasserschutzdamm an der Mühlstraße sucht der Ortsbeirat Weidenhausen Paten.

Quelle: Michael Tietz

Weidenhausen. Streuobstwiesen gibt es mehrere im Ort. Deren Pflege lässt aber nach Ansicht des Ortsbeirats oft zu wünschen übrig. Deshalb geht das Gremium nun in die Offensive und sucht Interessierte, die sich künftig um das Wohl der Bäume kümmern. In Form einer Patenschaft.

Zwei Streuobstwiesen befinden sich in Höhe des Hochwasserschutzdamms an der Salzböde nahe der Mühlstraße. Auf der linken Fläche stehen ältere Obstbäume. Diese versteigert der Ortsbeirat stets im Spätsommer. Der Meistbietende bekommt dann die Ernte.

Nebenan stehen junge Bäume. Dieses Grundstück hat einst der Gewässerverband Salzbödetal gekauft und ließ dort ebenfalls Obstbäume anpflanzen – als Ausgleich für den Bau des Hochwasserschutzdammes.

Für diese Bäume können sich nun Paten melden. Nach Auskunft von Ortsvorsteher Markus Wege haben bereits ein paar Familien aus Weidenhausen ihr Interesse signalisiert. Sie sollen künftig die Bäume regelmäßig schneiden und pflegen und dürfen im Gegenzug dann das Obst ernten.

Bürgerinitiative blockiert Bebauungsplan

Den offiziellen Startschuss für das Patenschaftsprojekt will der Ortsbeirat mit einem Schnittkurs für alle Interessierten geben. Dazu wird ein Fachwart eingeladen, der den Teilnehmern Tipps für den richtigen Obstschnitt gibt. „Somit haben die Paten dann auch das Rüstzeug für die Pflege der Bäume“, sagte Wege während der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Ein Termin steht noch nicht fest. Der Schnittkurs soll dann mit einer kleinen Feier auf der Streuobstwiese verbunden werden.

Verzögerungen gibt es laut Wege beim geplanten Baugebiet „Im oberen Haumbach“. 15 Grundstücke sollen am nordöstlichen Ortsrand ausgewiesen werden. Allerdings regt sich bei einigen Anliegern Widerstand. Sie gründeten eine Bürgerinitiative und sammelten Unterschriften, um das Baugebiet zu verhindern. Ihre Befürchtung: zu viel Lärm. Außerdem seien Reptilien auf der derzeitigen Wiese nahe des dortigen Regenrückhaltebeckens gefunden worden. Das hat Konsequenzen für die weitere Planung.

„Erst muss noch ein Gutachten erstellt werden, der Baubeginn wird sich dadurch verzögern“, sagte Wege. Für den Ortsvorsteher steht aber fest: „Das Baugebiet wird trotzdem kommen.“ Viele Familien aus Weidenhausen hätten bereits Interesse bekundet. Anfragen für neun der 15 geplanten Bauplätze würden vorliegen. „Die Familien werden jetzt leider länger warten müssen oder sich anders orientieren – das wäre sehr schade für Weidenhausen“, sagte Wege.

von Michael Tietz

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