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Ortsbeirat Weidenhausen: Bauland, Bäume und Barrieren

Sitzung Ortsbeirat Weidenhausen: Bauland, Bäume und Barrieren

Ihr Sitzungsgeld haben sich die Mitglieder des Ortsbeirats Weidenhausen redlich verdient. Mehr als drei Stunden lang diskutierten sie über Probleme und nötige Verbesserungen im Ort.

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Weidenhausen. Das Baugebiet, der Schulweg und die Streuobstwiesen sorgten in der jüngsten Sitzung der Ortsvertretung für Gesprächsstoff.

Neubaugebiet

15 Grundstücke für Häuslebauer sollen am nordöstlichen Ortsrand ausgewiesen werden. Dazu wird derzeit der Bebauungsplan für das Gebiet „Im oberen Haumbach“ geändert. Diesen will das Stadtparlament im Mai als Satzung beschließen – der Plan wäre dann rechtskräftig. Fünf Anlieger der Straßen „Am Haumbach“ und „Oberer Haumbach“ haben ihre Einwände gegen das Vorhaben bei der Stadt schriftlich eingereicht. Sie befürchten unter anderem mehr Lärm und vermissen zudem einen Kinderspielplatz in diesem Teil des Dorfes. Diese­ Bedenken teilten allerdings nicht die zuständigen Planer sowie auch die Parlamentarier.

Siegmar Dannat regte erneut an, über einen Spielplatz nachzudenken. Es dürfe bei der Planung nicht allein um Bauplätze gehen, sagte das Ortsbeiratsmitglied: „Wir müssen die Entwicklung des Dorfes im Blick haben.“ Und dazu gehöre auch ein Spielplatz. Schließlich solle­ das Neubaugebiet vor allem junge Familien ansprechen.
Im angrenzenden Wohngebiet „Cromerg“ war ein Spielplatz vorgesehen, diesen lehnten die Anlieger dann aber ab. Die Fläche dient nun als Parkplatz. Der nächste Spielplatz befindet sich am Südring, neben dem Einkaufsmarkt. Es sei für Kinder und Eltern durchaus zumutbar, künftig den Weg vom Neubaugebiet hinunter ins Dorf zu ­gehen, sagt Ortsbeiratsmitglied Stefan Düppers. Gleichwohl soll auf Vorschlag die Verwaltung nun überprüfen, ob ein Spielplatz im Bereich „Cromerg“ und „Haumbach“ angelegt werden kann.

Schulweg

Der Ortsbeirat pocht auf die versprochenen Verbesserungen. Diese betreffen die Kreuzung von Westring und Freiherr-vom-Stein-Straße. In Höhe­ ­des Ortseingangs aus Richtung Bad Endbach soll ein Hinweisschild „Schule“ aufgestellt werden. Dieses würde dann Verkehrsteilnehmern vor eventuell kreuzenden Kindern warnen und zum langsameren Fahren animieren. Ein solches Schild hatte Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) während einer Ortsbesichtigung im November zugesagt. Außerdem war damals angeregt worden, in Höhe­ der Ampel die Abgrenzung zwischen Bürgersteig und Straße für Fußgänger sicherer zu gestalten. Dafür dienen derzeit ­lediglich Ketten. Diese könnten durch ein stabiles Geländer ersetzt werden. Die Stadt wollte dazu beim Kreis nachfragen, ob sich der Schulträger an den Kosten für das Sicherheitsgitter beteiligt. Eine Rückmeldung gab es bisher nicht. „Die Situation an der Kreuzung ist immer noch nicht befriedigend gelöst, der Schulweg ist noch nicht sicher“, sagt der Ortsvorsteher.

Der Ortsbeirat plädiert zudem dafür, dass der „Blitzer“ im Westring stehen bleibt. Die Betreiberfirma hatte überlegt, die Radarfalle aus wirtschaftlichen Gründen wieder abzubauen, weil sie nicht sehr oft blitzt. Der Bürgermeister teilte Ende Januar aber mit, dass der „Blitzer“ vorerst in Betrieb bleibt.

Sanierung

Der Ortsbeirat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass der asphaltierte Gehweg in Höhe der Weidenhäuser Straße 89 instand gesetzt wird. Außerdem müssten die Schäden im Steingartenweg („Kaffeebrinnerschaick“) behoben werden.

Verkehrsführung

Die Sackgasse an „Oberer Haumbach“ soll aufgehoben werden. Einem entsprechenden Antrag von Brunhilde Becker stimmte der Ortsbeirat mit 6:1 Stimmen zu. Bereits der alte Ortsbeirat hatte dies als Bedingung für sein Okay zum Neubaugebiet am Haumbach gemacht. „Mit der Öffnung der Stichstraße würde sich künftig die Möglichkeit bieten, dass der Strohberg zumindest ein wenig entlastet wird“, sagte Ortsvorsteher Markus Wege.

Obstbäume

Für die Streuobstwiesen im Dorf – insbesondere für jene am Hochwasserschutzdamm – sucht der Ortsbeirat Paten. Diese sollten einzelne Bäume pflegen und dürften dann auch die Ernte einstreichen. Außerdem plant der Ortsbeirat, einen Baumschnittkurs für Paten und interessierte Bürger zu organisieren.

Käufe

Der Ortsbeirat hat Geräte und Mobiliar für das Dorfgemeinschaftshaus gekauft. Der neue Beamer ist bereits installiert. Er kann für 10 Euro für Veranstaltungen gemietet werden. Ein größerer Kühlschrank für die Küche und zwei Kaffeemaschinen für jeweils 90 Tassen stehen nun ebenfalls zur Verfügung. Für die Bücherei im Obergeschoss sind Tische und Stühle bestellt worden – die werden ­allerdings erst in ein paar ­Wochen geliefert.

von Michael Tietz

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