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Ortsbeirat will Todeskurve entschärfen

Bundesstraße 453 Ortsbeirat will Todeskurve entschärfen

Nach dem tödlichen ­Unfall in einer Kurve 
bei Runzhausen Mitte 
August setzt sich der ­Ortsbeirat entschieden 
für einen entschärften Straßenverlauf ein.

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Stadtrat Armin Becker (von links), Ortsvorsteher Uwe Burk und Stadtverordnetenvorsteher Roland Petri nahmen die fragliche Kurve auf der B 453 in Augenschein.

Quelle: Peter Piplies

Runzhausen. Ortsvorsteher Uwe Burk und seine Kollegen in der Bürgervertretung haben ­bereits den Bundestagsabgeordneten Sören Bartol kontaktiert. Der SPD-Mann für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf ist stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Verkehr, Bau und digitale Infrastruktur sowie Digitale Agenda. Damit ist Bartol auch für die Bundesstraße 453 von Biedenkopf über Dautphetal und Runzhausen nach Gladenbach zuständig.

Bartol folgte der Bitte und war persönlich vor Ort, um sich die Sachlage anzusehen, berichtete Ortsvorsteher Burk. Der Bundestagsabgeordnete erklärte den Ortsvertretern, dass für Sanierungen, Veränderungen und Verbesserungen von Bundesstraßen noch ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen würden. Allerdings müssten die zuständigen Gremien der Stadt Gladenbach aktiv werden und einen entsprechenden Antrag stellen. Daher gab es nun einen zweiten Ortstermin.

Diesmal waren neben Burk Stadtrat Armin Becker sowie Stadtverordnetenvorsteher Roland Petri vor Ort, um sich selbst einen Überblick über das Gefahrenpotenzial des Streckenabschnitts zu verschaffen. Obwohl die Besichtigung am Wochenende und nicht an einem Werktag stattfand, mussten Burk, Stadtverordnetenvorsteher und der Stadtrat aufpassen, um nicht selbst überfahren zu werden. Da die Bundesstraße von einem Mittelzentrum zu einem Oberzentrum führt, sei auch in den kommenden Jahren nicht mit einer ­Reduktion des Pkw- und Lkw-Verkehrs zu rechnen, erklärten die drei übereinstimmend.

Magistrat und Parlament beschäftigen sich mit Thema

Der Ortsvorsteher berichtete zudem von alten Plänen aus den 1950er-Jahren, in denen bereits ein begradigter Verlauf der B 453 ab Runzhausen in Richtung Dautphetal verzeichnet ist. Warum diese Planungen bis heute nicht umgesetzt worden sind, ist den drei Vertretern ein Rätsel – zumal an anderen Stellen im Landkreis sehr viele Bundesstraßen saniert oder erweitert worden sind.

Wie aus den alten Plänen ­weiter ersichtlich, gehören die überplanten Grundstücke bereits dem Bund, da sie im Zuge der Planungen von den damaligen Privatbesitzern angekauft wurden. Das heißt, dass einer schnellen Realisierung und Entschärfung der gefährlichen Kurven eigentlich nichts im Wege steht. Daher versprachen Becker und Petri, das Thema in der nächsten Magistrats- und Parlamentssitzung auf die Tagesordnung zu bringen.

Ein gemeinsamer Antrag sowie eine Anfrage an den Bund aller Fraktionen soll die Sache beschleunigen. Fast noch wichtiger als die Entschärfung der Kurven auf der B 453 sei auch ein paralleler Radweg. Denn die Benutzung der Straße – vor allem mit Kindern – sei nahezu lebensgefährlich. Allerdings gebe es in dieser Richtung keinen alternativen Rad- oder Feldweg. Daher schlägt der Ortsvorsteher von Runzhausen vor, bei den Planungen und Aktualisierungen der alten Pläne einen Radweg mit in die Entwürfe einzu-­arbeiten.

von Peter Piplies

Den Artikel zum tödlichen Unfall vom 12. August lesen Sie hier.
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