Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Tafel zeigt Rasern ihr Tempo an

Ortsbeirat Tafel zeigt Rasern ihr Tempo an

Am Mittwoch legte Mornshauses Ortsbeirat sechs Standorte für die Geschwindigkeitsanzeigentafel fest. Finanziert wird die Anlage zum Großteil aus Spenden.

Voriger Artikel
Neubau kostet 3,3 Millionen Euro
Nächster Artikel
„Menschliche Eigenschaften“ der Bäume im Blick

An der Hauptstraße am Ortseingang von Mornshausen/S. aus Lohra kommend soll nach dem Wunsch des Ortsbeirates das Ortsschild versetzt und eine Geschwindigkeitsanzeige Raser zum Langsamfahren animieren.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Mornshausen/S. Raser sollen auf die Bremse treten, wenn sie durch den Gladenbacher Ortsteil Mornshausen fahren. Das ist der Wunsch des Ortsbeirates. Um einen Anhaltspunkt zu haben, an welchen neuralgischen Punkten zu schnell gefahren wird, hat der Ortsbeirat beschlossen, eine Anzeigentafel, zu kaufen, die die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos anzeigt und auch die Anzahl der Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit festhält.

Im Ort können acht Stationen eingerichtet werden, an denen die Tafel aufgehangen werden kann, zudem hat sich das Gremium für eine mobile Einrichtung entschieden, die bei Bedarf an einen anderen Standort versetzt werden kann. Außer dem Ortsbeirat im Stadtteil Mornshausen sind auch die Gremien in Rüchenbach, Friebertshausen, Rachelshausen, Weiterhausen, Erdhausen und die Kernstadt davon überzeugt, dass das Aufstellen einer Geschwindigkeitstafel einen positiven 
Effekt hat. Diese Ortsbeiräte haben sich für den Kauf einer Anzeigentafel entschieden.

Ortsbeirat legt
 sechs Standorte fest

Auf Mornshausen kommen Kosten in Höhe von 3200 Euro zu. Das Gros der Kosten kam über Spenden zusammen. 1800 Euro waren bis Mittwoch auf dem Spendenkonto eingegangen, 100 Euro spendete ein Bürger während des Ortstermins. Somit fehlen noch 1300 Euro für den Kauf der Anzeigentafel, die laut Ortsvorsteherin Margarete Kuhrt aus den Verfügungsmittel des Gremium genommen werden können. Aber noch ist ihr Aufruf zum Spenden auf der Homepage der Stadt Gladenbach eingestellt, sodass Kuhrt hofft, dass weitere Spenden fließen.

Als Standorte festgelegt wurden die Gartenstraße, Zur Hoor / Ecke Eichwäldchenweg sowie die Hauptstraße. Die mobile Einheit soll zunächst in der Siedlungsstraße stationiert werden. Hauptsächlich will man mit ihr Geschwindigkeitsüberschreitungen am Kindergarten und der Schule kontrollieren oder auch dort, wo es laut Kuhrt „brennt“. In der Hauptstraße hat sich das Gremium für vier Standorte entschieden: Am Ortseingang aus Richtung Lohra kommend wünscht sich das Gremium, dass das Ortsschild weiter in Richtung der Nachbarkommune versetzt wird. Dort wo es jetzt steht, soll die Anzeigentafel installiert werden.

Zudem soll eine Station in Höhe der Firma Backhaus installiert werden, die gegebenenfalls in beide Fahrtrichtungen die Verkehrsteilnehmer auf deren Geschwindigkeit hinweisen soll. Eine weitere Station soll an der Ampel in der Ortsmitte entstehen und noch eine am Hüttenmühlweg, die dann ebenfalls auf beide Fahrtrichtungen ausgelegt werden soll.

Gremium wählt Standorte zunächst nach Gefühl

Zwei weitere Optionen zur Installation der Anzeigentafel hat sich der Ortsbeirat noch offengelassen. Zumindest hat er dafür die Platinen bestellt, die je nach Bedarf an noch festzulegenden Stationen installiert werden können. Wenn alle Stationen eingerichtet sind, muss dann nur noch die Anzeigentafel je nach Bedarf versetzt werden. Auf einer Festplatte werden die Geschwindigkeitsüberschreitungen festgehalten und können dann ausgewertet werden. Für den Ortsbeirat lohnen sich der Aufwand und die Investition. Denn auf diese Weise besteht die Möglichkeit, festzustellen, an welchen Stellen innerhalb des Stadtteils ein mobiler Blitzer sinnvoll eingesetzt werden kann.

Die Stellen, die sich das Gremium für die Installation der Anzeigentafel herausgesucht hat, waren diejenigen, bei denen die Mitglieder vor Ort das Gefühl hatten, dass dort etliche Verkehrsteilnehmer viel zu schnell unterwegs waren. Sobald die Geschwindigkeitstafel an einem der Punkte installiert ist, wird sich zeigen, ob sich ihr Gefühl bestätigt.

Während des Ortstermins am Nachmittag hat das Gremium sogleich noch festgehalten, was schiefläuft im Ort und wo das Ordnungsamt demnächst ein Auge draufhaben sollte. Vor allem in der Gartenstraße bemängelte das Gremium, dass abgemeldete Fahrzeuge am Fahrbahnrand stehen, ebenso wie teilweise ein Bus, was die Fahrbahn verengt. Zudem hält sich nicht jeder Lastwagenfahrer an das Durchfahrt-verboten-Schild für den Schwerverkehr.

Die Beschwerden hat Ortsvorsteherin Kuhrt erfasst und als Arbeitsauftrag per E-Mail an die Stadtverwaltung weitergeleitet mit der Bitte, dem nachzugehen.

von Silke Pfeifer-Sternke

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr