Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Neue Wohngruppe für Demenzkranke

Christliches Seniorenzentrum Neue Wohngruppe für Demenzkranke

Demenzkranke benötigen häufig intensive Betreuung. Die Nachfrage nach Heimplätzen ist groß. Deshalb baut das Christliche Seniorenzentrum sein altes Schwimmbad zu einer neuen Wohngruppe um.

Voriger Artikel
Survival-Übernachtung und Kunst im Park
Nächster Artikel
Ochsentour hat sich gelohnt

Wo früher viele Kinder Schwimmen lernten, wird der Aufenthaltsraum der neuen Wohngruppe gebaut, erklärt Wolfgang Stolz (Geschäftsführer des Christlichen Seniorenzentrums).

Quelle: Philipp Lauer

Gladenbach. Das Christliche Seniorenzentrum erweitert sein Angebot an Wohngruppenplätzen für Demenzkranke in der Industriestraße. Seit Ende Februar laufen die Umbauarbeiten in den Räumen seines alten Schwimmbads.

„Es hätte eine größere Investition angestanden, und da haben wir uns entschlossen, hier Räume für weitere sieben Plätze in einer neuen Demenz-Wohngruppe zu bauen“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Stolz.

Laut Architekt sollen die Bauarbeiten Ende Juni beendet sein, sodass die ersten neuen Bewohner im Juli und August einziehen können. In der Demenz-Wohngruppe können sich die Bewohner je nach Gesundheitszustand an den alltäglichen Arbeiten beteiligen, sagt Stolz.

Zimmer sind 15 bis 20 Quadratmeter groß

„Beim Kochen, Waschen und Bügeln zum Beispiel. Das sind Sachen, die sie früher auch gemacht haben. Damit wollen wir den Menschen zeigen, dass sie immer noch gebraucht werden“, sagt Stolz. Außerdem könne man mit diesen Aktivitäten im besten Fall auch das Fortschreiten der Demenz etwas verzögern.

Damit die Bewohner sich ein wenig heimischer fühlen, können sie ihre eigenen Möbel und Einrichtung mit in die 15 bis 20 Quadratmeter großen Zimmer nehmen. Wenn dies nicht möglich ist, kann das Zimmer auch möbliert werden.

Die Wohngruppe wird rund um die Uhr betreut. In der Gruppe arbeiten Pflegekräfte und Betreuungsassistenten. Letztere übernehmen die Betreuung abseits der Pflege, spielen etwa mit den Bewohnern, schauen Fotos an, hören Musik oder gehen gemeinsam spazieren, erklärt Stolz. Der Alltag spielt sich in großen Gemeinschaftsräumen ab.

Das Christliche Seniorenzentrum betreibt bereits drei Wohngruppen mit insgesamt 17 Plätzen. Die Gruppen sind geschlossene Einrichtungen, die den Bewohnern einen geschützten Raum und sicheres Wohnen bieten. Hinter dem Haus gibt es einen Garten und eine Terrasse mit Sitzecke.

von Philipp Lauer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr