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Marktschreier beleben das Geschäft

Krammarkt Gladenbach Marktschreier beleben das Geschäft

Das Wetter lieferte sich am Freitag trotz schlechter Prognosen keine Kapriolen. Trotzdem blieb der Andrang auf dem Krammarkt überschaubar.

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Zeitweise drängten sich die Besucher des Krammarktes dicht an dicht und flanierten über das Kirschenmarkt-Gelände in der Gladenbacher Innenstadt.

Quelle: Thorsten Richter

Gladenbach. Am Morgen drehte Marktmeister Bruno Hercher seine letzten Runden über den Krammarkt und hielt mit vielen der treuen Händler einen netten Plausch zu seinem Abschied. Denn Hercher geht in diesem Jahr in den Ruhestand. Im nächsten Jahr wird deshalb ein neues Gesicht die Arbeit von ihm übernehmen und statt seiner dafür sorgen, dass die vorgesehenen Stellflächen nicht zugeparkt sind und dass die Standgebühr bezahlt wird.

Während der Krammarkt mit seinen rund 200 Händler das gewohntes Stadtbild abgab, war der Besucherandrang scheinbar nicht so stark wie in den Vorjahren. An vielen Ständen warteten die Händler oft längere Zeit auf ein Verkaufsgespräch.

Kirschenmarkt Gladenbach - Fressgasse.

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„Das Geld ist nicht mehr da“, erklärt Elisabeth Werthmann. Sie ist seit 15 Jahren in Gladenbach, davor war ihre Mutter Marianne ein fester Bestandteil des Kirschenmarktes. Einige Händler packten deshalb bereits am Nachmittag ihre Sachen zusammen, obwohl die Wetterbedingungen günstig waren. Werthmann blieb. Für sie war klar, dass sie nur dann früher abbricht, wenn es stürmt oder schüttet.

Einer, der sich die Laune nicht verhageln ließ, war Helmut Göttlich aus Göttingen. Seine „Göttliche Lederpflege“ brachte er ohne Umschweife auf die Schuhe der Flaniergäste auf. Dabei verbreitete er gute Laune und trällerte fröhlich ein Lied. Mit den Worten „Guck mal, so sauber“ faszinierte er sein Publikum. Eine andere Händlerin zauberte mit bunten Stiften ­Farbe auf lackierte Fingernägel, was vor allem bei jungen Mädchen gut ankam.

Um sein Geschäft anzukurbeln, lieferte sich ein Marktschreier, der Lederbörsen anbot, ein Marktschreier-Duell mit seinem direkten Nachbarn, der Schmuck verkaufte, was zur Erheiterung vieler Gäste beitrug.

von Silke Pfeifer-Sternke

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