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Marburger Geschwister-Paar tanzt auf Platz 3

Tanzgala Gladenbach Marburger Geschwister-Paar tanzt auf Platz 3

Die Geschwister Sergej und Diana Sajzew (TSG Marburg) schafften bei der Tanzgala in Gladenbach den Sprung aufs Treppchen. Die Junioren belegten in der Hauptgruppe A-Latein den dritten Platz.

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Sergej und Diana Sajzew von der TSG Marburg tanzten am Samstagabend bei der Tanzgala im Haus des Gastes in Gladenbach in der Hauptklasse A-Latein als Junioren unter den Erwachsenen und belegten den dritten Platz.

Quelle: Thorsten Richter

Gladenbach. Sergej und Diana Sajzew von der TSG Marburg tanzten am Samstagabend bei der Tanzgala im Haus des Gastes in Gladenbach in der Hauptklasse A-Latein als Junioren unter den Erwachsenen und belegten den dritten Platz. Besser waren nur Andre Apsel und Selina Heinkelein von der Tanzsportgemeinschaft Freiburg (Platz zwei) und Roland Gurewitsch und Nicole Kanzankova vom Schwarz-Rot-Club Wetzlar, die Sieger des Kirschenpokals.

Anfangs lagen die Wertungen der drei Tanzpaare überraschend dicht beisammen, doch im Verlauf des Turniers zeigten die Marburger einige Schwächen und das andere Tanzpaar aus Hessen und das aus Baden-Württemberg lieferten sich schließlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Tanzturnier Kirschenpokal in Gladenbach. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Für die Geschwister Sergej und Diana Sajzew (15 und 13 Jahre) war es erst das zweite Mal, dass sie als Junioren in der höheren Klasse der 18- bis 25-Jährigen gestartet sind. Über den Sprung aufs Treppchen freuten sie sich sehr.

Doch je mehr lateinamerikanische Tänze in die Wertung kamen, umso deutlicher kristallisierte sich heraus, dass sich am ­Ende Roland Gurewitsch und Nicole Kazankova (Tanzsportzentrum Heusenstamm) und Andre Apsel und Selina Heinkelein (Tanzsportgemeinschaft Freiburg) ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz lieferten. Als Sieger gingen die Hessen aufs Treppchen.

Nachmittags Hausaufgaben, Abends Tanzen

Das Marburger Tanzpaar hat indes auch seine Vereinskollegen überrascht. Ihre guten Wertungen bleiben relativ konstant und sie setzten sich mit ihrem Talent gegen die Erfahrung der Erwachsenen durch. Sie traten in Gladenbach erst zum zweiten Mal in der Hauptgruppe A-Latein an. Normalerweise starten sie bei den Junioren. Aber diese können eben auch in der höheren Klasse ihr Können zeigen und Turnier-Erfahrungen sammeln. Über den dritten Platz „freuen wir uns“, sagt Sergej.

Diana ist der Auslöser dafür, dass Sergej bis zu fünf Mal in der Woche etwa drei Stunden mit ihr zum Tanztraining geht. Diana hat im Alter von fünf Jahren das Tanzen für sich als Sportart entdeckt. Ein Jahr später wurde Dianas Tanzlehrerin klar, dass ihre Schülerin einen Partner braucht. So überredete die Familie den zwei Jahre älteren Bruder, mit ihr zum Training zu gehen.

Schule und das harte Training – für die beiden Spitzensportler kein Problem. „Nachmittags machen wir Hausaufgaben und abends gehen wir tanzen“, sagt Diana. Die Eltern sind ein wichtiger Faktor in der Sportkarriere der beiden, sie fahren sie zum Training, zu den Turnieren, und sie sind stolz auf die Erfolge. „Wir haben noch ein bisschen was vor“, verrät Sergej. Das Tanzpaar wird noch von sich reden machen. Ob sie sich im nächsten Jahr wieder in Gladenbach dem Wettbewerb um den Kirschenpokal stellen, ist fraglich. Es scheint durchaus möglich, dass sie bis dahin in die nächste und höchste Klasse S aufgestiegen sind.

Die höchste Klasse S-Latein wurde noch bis 2015 in Gladenbach getanzt. Allerdings hatten die Organisatoren Mühe, ausreichend Tanzpaare nach Gladenbach zu holen. Andere­ Turniere sind für die Spitzensportler attraktiver. Somit suchte der Ausrichter, die TSG Marburg, eine Alternative, um die Tanzgala, die sich großer Beliebtheit erfreut, weiterhin im Veranstaltungskalender der Stadt Gladenbach zu verankern. Am Samstag wurde der Wettbewerb bereits zum 37. Mal ausgetragen. Zu den lateinamerikanischen Tänzen, die bewertet werden, zählen: Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive. Rhythmus, Leidenschaft, Ausdruck und Ausdauer bilden die Grundpfeiler der Tänze.  

von Silke Pfeifer-Sternke

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