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Parlamentarier kehren Vorlage um

Magistrat wollte Windparks verhindern Parlamentarier kehren Vorlage um

Das Thema Windenergie sorgte am Donnerstagabend im Gladenbacher Parlament für reichlich Diskussionsstoff.

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Städtische Flächen sollen in der Gemarkung Gladenbach für Windenergie zur Verfügung stehen.

Quelle: Thorsten Richter

Gladenbach. Der vom Magistrat vorgelegte Beschluss, die im Teilregionalplan Energie Mittelhessen vorgesehenen Vorrangflächen für Windenergie in der Gemarkung Gladenbach / Dautphetal und Gladenbach / Lohra, die sich im Besitz der Stadt befinden, nicht für die Errichtung von Windenergieanlagen zur Verfügung zu stellen, wurde nach einer weitreichenden Diskussion, in der es auch um die Folgen des Klimawandels ging, mehrheitlich abgelehnt (17 Nein-, 13 Jastimmen, 4 Enthaltungen).

Bereits in den weitschweifenden Ausführungen zu dem Tagesordnungspunkt wurde klar, dass manches unklar war. Es wurde deshalb mehrfach darauf hingewiesen, dass es bei der Abstimmung nicht darum geht, dass der Stadt aktuell Kaufangebote für diese Flächen vorliegen. Es ging lediglich darum, zu entscheiden, ob die Stadt Gladenbach in der Zukunft städtische Flächen bereitstellt oder aber Investoren grundsätzlich eine Absage erteilt. Die Vorlage sah Letzteres vor. Allerdings vertraten bereits die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses eine andere Auffassung und sprachen sich deshalb gegen die Vorlage aus.

Mornshausen stimmt gegen weitere Windräder

Bürgermeister Peter Kremer erläuterte, dass auch eine Zustimmung zur Magistratsvorlage den Bau von Windkraftanlagen auf privaten Flächen zwischen Gladenbach und Dautphetal sowie Gladenbach und Lohra nicht verhindern kann. Deshalb sollten die Stadtverordneten Investoren ermöglichen, in der Zukunft städtische Flächen pachten zu können.

Margarete Kuhrt (FW) erklärte, dass der Ortsbeirat Mornshausen, dessen Vorsitzende sie ist, für die Beschlussvorlage des Magistrates und damit gegen den Bau von Windkraftanlagen auf städtischen Flächen ist. Auf der Fläche zwischen Mornshausen und Lohra betrage der Abstand von Windrädern zur nächsten Wohnbebauung nur 700 Meter. Zudem werde für den Bau der Anlagen große ­Naturflächen zerstört, sagte sie.

Der Ortsbeirat Gladenbach sprach sich dafür aus, die ­städtischen Vorrangflächen weiterhin für den Bau von Windkraftanlagen zur Verfügung zu stellen – so wie im Teilregionalplan Energie Mittelhessen festgeschrieben.

von Silke Pfeifer-Sternke

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