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Kneippverein will seinen Fortbestand sichern

„Kneippheilbad“ Gladenbach Kneippverein will seinen Fortbestand sichern

Der Gladenbacher Kneippverein will mit dem in der Nachbarkommune Bad Endbach fusionieren, um sich für die Zukunft zu wappnen.

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Der Storchengang beim Wassertreten.

Quelle: Hess

Gladenbach. Im Oktober 2016 entschieden Gladenbachs Stadtverordnete, auf eine Überprüfung der Prädikate „Luftkurort“ und „Kneippheilbad“ für die Kernstadt durch den Fachausschuss für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen beim ­Regierungspräsidium in Kassel zu verzichten.

Nach der Gesundheitsreform fehle es in Gladenbach an einem Kurheim und einem Badearzt. Auch sei die Beibehaltung der Prädikate an einen Kostenblock von rund 30.000 Euro für ein Luftgutachten und verschiedene Gebühren geknüpft, erklärte Walter Jakowetz, Vorsitzender des Kneippvereins Gladenbach, als er seinen Jahresbericht verlas.

Hintergrund

Der Gladenbacher Verein ist einer von 600 Kneippvereinen, die im Dachverband Kneipp-Bund organisiert sind. Die Kneippvereine haben sich auf die Fahnen ­
geschrieben eine wertvolle Gesundheitsidee, die auf den Elementen Ernährung, Bewegung, Lebensordnung, Heilpflanzen und Wasser aufbaut, zu vermitteln. Diesen Ansatz hat Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) vor 150 Jahren zur Grundlage seiner Heilverfahren gemacht.

Damit der Kneippverein mit seinen 50 Mitgliedern auch in Zukunft noch Bestand hat, wird derzeit über einen Zusammenschluss mit dem Kneippverein Bad Endbach beraten. In welcher Form dies erfolgen kann, sei noch völlig offen, erklärte­ ­Jakowetz. Fakt sei, dass die Tretbecken genutzt werden, vor allem auch von den Gästen im Bildungszentrum Verdi sowie der Gladenbacher Bevölkerung.

Die Kneippverein-Mitglieder kümmern sich indes um die Pflege des Tretbeckens. Auch die Kindergartenkinder aus Weidenhausen, Erdhausen und Gladenbach besuchen laut Jakowetz die Tretbeckenanlagen in Weidenhausen und in der Kernstadt. Außer der Freude am Plantschen werde den Kindern der Sinn und Zweck der Kneippschen Therapie erläutert, sagte Jakowetz.

Die nächste Aktion mit Kindern bietet der Kneippverein am 8. August an. Die Ferienpass-Kinder treffen sich mit Vereinsmitgliedern am Sportzentrum Gladenbach, um dann nach Frohnhausen zum Backhaus zu wandern. Dort wird mit den Frauen der Damengymnastikgruppe Brot nach alter Tradition gebacken.

Zwischendrin erhalten die Kinder noch einen Einblick in die Arbeit eines ­Imkers. Sie besuchen die Bienenvölker von Armin Burk. Nachdem das Brot fertig ist, werden im Backhaus Würstchen gegrillt. Gegen 16 Uhr werden die Kinder mit einem Fahrdienst zurück zum Sportzentrum Gladenbach gefahren.

  • Am 5. Dezember wird Dr. Susanne Amann aus Gladenbach im Untergeschoss der katholischen Kirche über ein Gesundheitsthema referieren. Beginn der Vortragsveranstaltung ist 15 Uhr.

von Silke Pfeifer-Sternke

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