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Entscheidung bleibt noch abzuwarten

Kirschenmarkt-Posse Entscheidung bleibt noch abzuwarten

Die für Ende November angekündigte Entscheidung, welcher Schausteller beim Kirschenmarkt 2018 seinen Autoscooter aufbaut, stand nicht auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des SEB-Aufsichtsrats.

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Im Aufsichtsrat des Gladenbacher Eigenbetriebs SEB schaffte es der Punkt nicht auf die Tagesordnung.

Quelle: Pixabay

Gladenbach. Die städtische GmbH ist für die Ausgestaltung und die Ausrichtung des Kirschenmarktes zuständig. Doch seit längerem übernimmt der Magistrat mehr und mehr die Entscheidungsgewalt. Kritiker werfen dem Gremium Kompetenzüberschreitung vor, die zuletzt im Probeaufbau der Autoscooter für den Kirschenmarkt 2018 mündete ( wir berichteten).

Probleme soll es nach Informationen der OP bereits in der Vergangenheit gegeben haben. So sei nach dem Auslaufen des Vertrages mit Festwirt Elias Depis im SEB-Aufsichtsrat beschlossen worden, seine Nachfolge für 2017 auszuschreiben. Es soll drei Bewerber gegeben haben, darunter auch ein Gladenbacher Unternehmen, das den Zuschlag erhielt.

Diese Entscheidung soll der Magistrat kurz darauf revidiert haben und der Schaustellerbetrieb von Bernhard und Klaus Weingärtner aus Hanau wurde unter Vertrag genommen. Über die Hintergründe soll der Aufsichtsrat im Unklaren gelassen worden sein. In der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten teilte der Magistrat dann mit, dass der Vertrag mit Weingärtner bis 2020 verlängert wurde – ohne Ausschreibung und ohne, dass sich der SEB-Aufsichtsrat mit der Vergabe befasst hatte.

Seit Jahren gibt es Ärger um das Fahrgeschäft

FW-Stadtverordneter und Aufsichtsratsmitglied Rudolf Schön hat für diese Vorgehen kein Verständnis. Nach seiner Auffassung findet eine Ungleichbehandlung statt und die Kompetenzüberschreitung des Magistrats werde billigend in Kauf genommen. Bei ihm drängt sich der Verdacht auf, dass sich der Magistrat zum „Steigbügelhalter“ des Generalpächters Konrad Ruppert macht oder machen lässt.

Seit Jahren macht die Stadt Gladenbach durch Gerichtsverfahren von sich Reden, in denen der Diedenshäuser Schausteller Herbert Kreuser gegen die Anwendung der Auswahlkriterien klagt, da er im regulären Verfahren nicht den Zuschlag erhielt. Ob er nun im nächsten Jahr ­einen seiner beiden Autoscooter aufbauen darf oder sein Mitbewerber Sascha Kalbfleisch, der Schwager des Generalpächters Ruppert, bleibt abzuwarten. Zumindest soll der Magistrat im Aufsichtsrat der SEB zugesichert haben, die Kommunikation zwischen den Gremien verbessern zu wollen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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