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Sportvereine warten auf ihr Geld

Platzpflegepauschale Gladenbach Sportvereine warten auf ihr Geld

In Geduld üben müssen sich die Fußballclubs und der Turnverein. Die Stadt hat ihnen bisher noch nicht das Geld überwiesen, das sie jedes Jahr für die Pflege ihrer Sportanlagen bekommen.

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Fußballspaß mit einigen Stolperfallen: Für die Pflege des Hartplatzes in Runzhausen erhält der SSV Allna-Ohetal 1700 Euro pro Jahr von der Stadt.

Quelle: Michael Tietz

Gladenbach. Sieben Sportvereine im Stadtgebiet kommen in den Genuss von finanzieller Unterstützung für Sportstätten. Vereine und Kommunen haben Verträge für die Pflegepauschale abgeschlossen. Deren Höhe­ richtet sich nach der Art der Sportanlagen, eine einheitliche Regelung gibt es allerdings nicht. Fast 35.000 Euro lässt die Stadt den Vereinen auf diese Weise zukommen.

Die Zuschüsse waren nun auch – wieder einmal – Thema im Parlament. Die Freien Wähler wollten von Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) wissen, warum die Auszahlung diesmal so lange auf sich warten lässt. Bisher hätten die Vereine das Geld stets Anfang Februar erhalten. „In den vergangenen Jahren wurden die pauschalen Zuwendungen immer pünktlich entsprechend der vertraglichen Vereinbarung überwiesen, in diesem Jahr ist dies aber zum ersten Mal anders. Seit mittlerweile acht Wochen ist dieser Zuschuss ausgeblieben“, merken Helmut Brück und Margarete Kuhrt in ihrer schriftlichen Anfrage an.

Dies mache die Arbeit in den Vereinen nicht leichter. Schließlich müssten zu Beginn der Rückrunde – seit Anfang März rollt in den unterklassigen Fußball-Ligen der Ball – die Sportplätze wieder hergerichtet werden, sagen die Freien Wähler. Und dafür bräuchten die Clubs das Geld von der Stadt. Notwendige Pflegearbeiten wie die Düngung und Kalkung der Rasenplätze hätten die Helfer der Vereine bisher nicht vornehmen können.

Die Freien Wähler sehen die Stadt in der Pflicht. Die Kommune sei vertraglich an die Zahlungen gebunden. „Dies ist keine freiwillige Leistung“, stellte Fraktionschef Brück während der Parlamentssitzung klar.

Er und Kuhrt kritisierten auch die Informationspolitik der Verwaltung. „Es wäre eine Frage der guten Transparenz gewesen, die Sportvereine im Vorfeld zumindest darüber zu unterrichten, dass dieser bewährte und jahrzehntelang praktizierte Zahlungsmodus in diesem Jahr seitens der Stadt nicht eingehalten wird“, beklagen die FWG-Vertreter.

Kremer: Magistrat berät 
am Montag über Pauschale

Der Bürgermeister reagierte mit einer knappen Antwort sowie einem Versprechen: „Wir haben noch keinen genehmigten Haushalt, das würde ich gerne erst abwarten“, sagte Kremer. Das Okay der Genehmigungsbehörde für den städtischen Finanzplan dürfe aber nicht mehr allzu lange dauern, lautet ­seine Einschätzung. Gleichwohl wolle sich der Magistrat in seiner nächsten Sitzung mit der Pflegepauschale für die Vereine noch einmal beschäftigen, kündigte Kremer an. Das Gremium tagt am 10. April.

Bei den Haushaltsberatungen der Parlamentarier im Februar hatten die Fraktionen bereits dafür plädiert, die Pflegepauschale einmal auf den Prüfstand zu stellen. Denn: Die Sportvereine werden bei den Zuschüssen nicht gleich behandelt. Die Stadt hat unterschiedliche Verträge mit den Fußballclubs ausgehandelt.

Der Sportclub Gladenbach bekommt 5500 Euro für die Pflege und den Unterhalt des Rasenplatzes und des Sportheims. Weitere 4500 Euro stehen dem Verein für den neuen Kunstrasenplatz zu. Die Spielvereinigung „Wacker“ Frohnhausen, die SG Mornshausen, der SSV Allna-Ohetal und der VfL Weidenhausen erhalten „nur“ jeweils 4000 Euro für ihren ­Rasenplatz. Nach Frohnhausen, Weidenhausen und Sinkershausen fließen außerdem jeweils 1700 Euro für die jeweiligen Hartplätze – der VfL hat daraus längst einen zweiten Rasenplatz gemacht.

Finanziell unterstützt wird auch der SV „Kickers“ Erdhausen. Für Hartplatz und Sportheim gibt es 2300 Euro, für das Rasentrainingsfeld 1100 Euro. Der Turnverein Gladenbach bekommt 250 Euro für die Leichtathletikanlagen auf dem Großsportfeld an der Biedenkopfer Straße.

von Michael Tietz

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