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„Sonnenschein“-Gruppen mehren sich

Stadtparlament Gladenbach „Sonnenschein“-Gruppen mehren sich

Weil Betreuungsplätze in der Stadt Gladenbach rar sind, soll der Anbau für zwei Gruppen mit 
insgesamt maximal 37 Kindern schon im Januar 2018 bezugsfertig sein.

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Die Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Erdhausen soll um zwei Gruppen erweitert werden. Sorgen bereitet einigen Parlamentariern die Parkplatz-Situation vor dem Gebäude.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Ohne Diskussion­ stimmten die Gladenbacher Stadtverordneten während 
ihrer letzten Sitzung vor der 
Sommerpause einer Beschlussempfehlung der Stadtverwaltung zu und genehmigten so ­
die ­Errichtung eines Anbaus an die Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Erdhausen. Der neue Teil des vom Kinderzentrum Weißer Stein aus Marburg-Wehrda betriebenen Tagesstätte soll Platz bieten für eine Krippengruppe­ mit maximal 12 Plätzen für Kinder unter 3 Jahren sowie einer­ altersübergreifenden Gruppe­ von maximal ­
25 Kindern im ­Alter von 2 bis 6 Jahren.

Rund 466.000 Euro soll der Anbau laut Kalkulation kosten und, weil die Plätze für die Kinderbetreuung in Gladenbach knapp sind, auch schon im Frühjahr bezugsfertig sein. Die Stadt Gladenbach erwartet aufgrund der Anmeldungen, dass die im Sommer frei werdenden Regelplätze alle wieder besetzt werden und auf den Wartelisten weitere Kinder hinzukommen werden, die entweder im Frühjahr der U3-Gruppe entwachsen oder ins Stadtgebiet zuziehen. Die Stadt sprach daraufhin die Leitung des Vereins Weißer Stein und die Evangelische Kirchengemeinde Gladenbach an. Während die Verhandlungen mit der Kirche stockten, stellte das Kinderzentrum einen Antrag.

Auf die Stadt kommen ­Gesamtkosten für Bau, Möblierung, Spielgeräte und Parkplatzerweiterung in Höhe von 466.000 Euro zu, die durch einen Zuschuss des Land sowie dem Anteil des Kinderzentrums als Träger auf 156.000 Euro gemindert werden.

Parkplatzsituation in der Kritik

Entstehen soll ein 17,5 mal 11 Meter großer Anbau, der neben den beiden Gruppenräumen auch zwei Schlafräume, Toiletten und einem Abstellraum Platz bietet. Draußen entstehen zudem zwei kleine Terrassen. Im bestehenden Gebäude, wo zwei Kindergartengruppen untergebracht sind, tauschen der Therapie- und der Personalraum ihre Plätze. Auch die Heizung muss den neuen Anforderungen angepasst und modernisiert werden.

Schon die Mitglieder des Haupt- und des Jugendausschusses stimmten für die Erweiterung der Erdhäuser Kindertagesstätte, weil sie, so wie es Christdemokrat Marc Bastian bezeichnete „zwingend notwendig“ und „alternativlos“ sei. Diskussionsstoff bot vielmehr die Parkplatzsituation.

„Das wilde Parken am Kindergarten ist eine große Gefahrenquelle“, sagt zum Beispiel Robby Jahnke. Helmut Brück von den Freien Wählern wies darauf hin, dass morgens und mittags Chaos herrsche, weil zu wenig Stellflächen für Autos vor der Zufahrt zur Verfügung stehen. „Die Eltern sind frustriert, weil sich hier nichts tut“, sagte der Erdhäuser Ortsvorsteher.

Jahnke schlug vor, über ­einen „Kiss & Ride“-Parkplatz nachzudenken. Dieser funktioniere nach dem Motto 
„Abschiedsküsschen und weiterfahren“ und könnte zum ­Beispiel als Wendeschleife angelegt werden. Dafür müssten allerdings weitere Grundstücke zur Verfügung stehen. Das ­Kinderzentrum plant 15.000 Euro für die Erweiterung der Parkplätze ein.

von Gianfranco Fain
 und Michael Tietz

Finanzierung
Baukosten: 376.000 Euro
Möbel: 50.000 Euro
Spielgeräte: 25.000 Euro
Parkplätze: 15.000 Euro
Zuschuss Land: 260.000 Euro
Zuschuss Stadt: 156.000 Euro
Kinderzentrum: 50.000 Euro
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