Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Schüler rufen ein Hoch auf Europa aus

Freiherr-vom-Stein-Schule Schüler rufen ein Hoch auf Europa aus

„Europa ist uns etwas wert“: Diese Botschaft ­haben 1400 Schüler in Gladenbach vermittelt. Im Herzen der Stadt gab es flammende Ap­pelle, die Vielfalt Europas weiter zu fördern.

Voriger Artikel
Schwimm-Saison 
startet am Feiertag
Nächster Artikel
Holzberg bereitet Bürgervertretern Sorge

Kinder, Jugendliche und Lehrer der Freiherr-vom-Stein-Schule zeigten mit Musik, Tanz und sportlichen 
Showeinlagen Flagge für ein buntes, lebendiges Europa.

Quelle: Michael Tietz

Gladenbach. „Europa ist wichtiger denn je“, rief Schulsprecher Luca Da Lozzo den versammelten Kindern, Jugendlichen und Lehrern der Freiherr-vom-Stein-Schule zu. Die schwenkten auf dem Marktplatz fleißig Europafahnen und Fähnchen der EU-Mitgliedsstaaten. „Die Europaschule ist kein Ort, an dem Rassismus Platz findet – und das soll auch so bleiben“, betonte Da Lozzo. 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in der Schule hätten einen Migrationshintergrund.

„In Zeiten des Rechtspopulismus ist es wichtig, als ­Schüler zusammenzuhalten, den Schulalltag demokratisch mitzugestalten, Freundschaften in ganz Europa zu schließen und die Werte Europas zu verteidigen“, betonte auch die stellvertretende Schulsprecherin Pauline Naumann.

Gestartet war der Aktionstag, der an allen 34 Europaschulen in Hessen gefeiert wurde, in Gladenbach mit einem Einsingen vor der Großsporthalle. Fast 1 000 Jugendliche aus den Jahrgangsstufen 5 bis 11 stimmten dabei unter anderem die Europahymne „Ode an die Freude“ und „We are the world“ an. Den Rhythmus gaben eine Bläsergruppe sowie die jungen Sänger aus der 10G vor.

Prötzel: Europa ist größte Errungenschaft

Musikalisch ging es auf dem Marktplatz weiter. Hier sorgten die Lehrer Frank Vogel und Stefan Düppers sowie der Grundschulchor für beste Stimmung. Viel Beifall verdienten sich auch die Klassen 9G3 und 10G3 für ­ihre originelle Tanzchoreographie sowie Schülerinnen der Klasse 9G1 für ihre „Drums ­alive“-Fitnesseinheit. Mitmachen war auch beim Flashmob in Form eines großen Gemeinschaftstanzes angesagt.

„Wir wollen unsere Freude­ über Europa zum Ausdruck bringen“, sagte Schulleiter Michael Prötzel. Vor 60 Jahren sei das europäische Projekt auf den Weg gebracht worden. Dessen Werte würden heute als selbstverständlich angesehen. „Wir als Europaschule setzen uns bewusst dafür ein“, sagte Prötzel.

Das vereinte Europa sei für ihn die größte Errungenschaft, dank derer die Menschen seit 70 Jahren auf diesem Kontinent in Frieden leben könnten. „Wir müssen uns auch künftig für ein friedliches, freiheitliches und solidarisches Europa einsetzen“, appellierte der Schulleiter.

250 Luftballons mit 
guten Wünschen für Europa

Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) gratulierte der Europaschule zu ihrem 25-jährigen Bestehen. „Europa ist mir ziemlich viel wert und hat eine große Bedeutung für mich“, sagte er. ­Europa stehe unter anderem für Frieden, für ein gemeinsames Parlament, für Jugendaustausch und Begegnungen, für eine freie Wohn- und Arbeitsplatzwahl, für eine freie Handelswirtschaftszone sowie für einen freien Meinungsaustausch und Pressefreiheit. „Die nationalen Tendenzen wie in Frankreich, Ungarn, Österreich, den Niederlanden und auch in Deutschland sollten nicht überhand nehmen“, betonte Kremer.

Stellvertretend für die gesamte Schule nahm die Klasse 10G2 die Auszeichnung „Schule gegen Rassismus – Schule mit ­Courage“ entgegen. „Gebt Rassismus keine Chance“, rief Schülerin Michele Mazur der Schulgemeinde zu. Überreicht hatten die Auszeichnung Oliver­ Fassing, Landeskoordinator von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und Projektpatin Angelika Löber, Landtagsabgeordnete der SPD. „Die ­Europaschule setzt mit ihren Aktivitäten ein Zeichen für ein gutes Leben für alle und geht gegen Diskriminierung vor“, lobte Fassing. Sofie Meisner aus der Jahrgangsstufe 11 berichtete­ in Englisch von den Vorteilen, die ein freies Europa biete und appellierte an ihre Mitschüler, sich für die europäischen Werte stark zu machen.

Zum Abschluss ließen Grundschüler 250 Luftballons fliegen. Daran hängten sie Karten mit ihren guten Wünschen für Europa. Ein Mädchen aus der Klasse 3P2 wünschte sich „Frieden für Europa und dass die Menschen aus Syrien nach Europa dürfen.“ Aus der Klasse 2P2 kam die Botschaft „Wie schön, dass es dich gibt, Europa“.

von Michael Tietz

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr