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Gladenbacher Parlament macht den Weg frei

Feuerwehr-Fusion Gladenbacher Parlament macht den Weg frei

Für die Fusion der Feuerwehren Erdhausen und Kehlnbach sind 290.000 Euro für die Erweiterung der Feuerwache in den Haushalt eingestellt. Ein Sperrvermerk zur Überwachung der Ausgabe fand keine Mehrheit.

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Die Feuerwache in Erdhausen wird wie geplant erweitert. Ein im Haupt- und Finanzausschuss befürworteter Änderungantrag über ­einen Sperrvermerk zu der Ausgabe, fand im Parlament keine Mehrheit.

Quelle: Michael Tietz

Gladenbach. Viele Zuschauer­ sind bei einer Stadtverordnetenversammlung eher selten. Doch in der jüngsten Sitzung hatten die Feuerwehrleute aus Erdhausen einen guten Grund, die Sitzung mit dem sperrigen Thema „Haushalt 2017“ zu verfolgen.

Die Erweiterung ihrer ­Wache war eigentlich schon beschlossene Sache, will die Wehr doch freiwillig mit der Kehlnbacher fusionieren und benötigt nun mehr Platz. Doch im Haupt- und Finanzausschuss kündigte sich zwar kein Widerstand gegen das Projekt an, dafür aber die Installierung einer Kontrollfunktion über Ausgabe der geplanten Gelder durch das Parlament.

18:14 Stimmen gegen Sperrvermerk

Die Ausschussmitglieder sprachen sich für einen Sperrvermerk zu diesem Haushaltsposten aus, wobei die Planungskosten von 60.000 Euro davon unberücksichtigt bleiben sollten ( die OP berichtete). Grund waren fehlende Informationen, gemeint war der Bedarfs- und Entwicklungsplan, der erst im März fertig sein wird. Dieser sollte dann als Grundlage für die Verwendung der restlichen 230.000 Euro dienen.

„Ich möchte betonen, dass solche selbst gewollten Fusionen generell zu unterstützen sind und die CDU-Fraktion das auch so handhaben wird. Wir hoffen, dass wir hier in naher Zukunft aufgeklärt werden und sind sicher, dass wir dann Entscheidungen treffen können, die für alle zufriedenstellend sind“, sagte Marc Bastian im Parlament. Der im Haupt- und Finanzausschuss formulierte Änderungsantrag zum Sperrvermerk fand allerdings im Parlament keine Mehrheit. Mit 18 Nein- bei 14 Jastimmen wurde dieser Antrag abgelehnt. Die Ausgabe für die Erweiterung der Feuerwehrwache in Erdhausen bleibt also von einer Änderung unberührt.

Helmut Wild wird Ehrenstadtverordneter

Im Zweckverband Interkommunaler Gewerbepark Salzbödetal vertreten Robby Jahnke­ (SPD) und dessen Vertreter Dirk Runzheimer (CDU) die Kommune. Runzheimer tritt die Nachfolge von Helmut Wild (CDU) an, der Mitte Dezember sein Mandat niedergelegt hatte. Für seine Verdienste in der Kommunalpolitik wird Wild mit dem Titel „Ehrenstadtverordneter“ gewürdigt, weil er 43 Jahre in der Kommunalpolitik tätig war. Die Ehrenbezeichnung wird dem Weidenhäuser in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung verliehen.

Wild war von 1969 bis 1974 Gemeindevertreter der ­damals noch selbstständigen Gemeinde­ Weidenhausen. Von 1974 bis 1997 und von 2006 bis 2007 war er Mitglied im Ortsbeirat Weidenhausen. Von 2001 bis 2016 war Wild als Stadtverordneter kommunalpolitisch aktiv, von 2001 bis 2006 zudem Mitglied im Bau- und Planungsausschuss, den er von 2006 bis 2011 als Vorsitzender leitete und dem er von 2011 bis 2016 wieder angehörte. Von Mai 2016 bis zu seinem Ausscheiden im Dezember 2016 hatte er die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden dieses Ausschusses inne.

Wild ist bereits Ehrenmitglied im Ortsbeirat Weidenhausen und erhielt den Ehrenbrief des Landes Hessen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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