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Freundschaftsbesuch im Thüringer Wald

Ferienspiele Freundschaftsbesuch im Thüringer Wald

Gladenbacher haben ­ihren Städtepartnern im thüringischen Bad Tabarz einen Besuch abgestattet. Mit dabei: Kinder der ­Ferienpassaktion.

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Mitglieder und Freunde der Partnerschaftsvereine gemeinsam mit Ferienspielkinder beim Gruppenfoto.

Quelle: Ingrid Lang

Bad Tabarz. Pünktlich startete der Bus in Gladenbach, um die Ferienpassteilnehmer und ­einige Gäste nach Bad Tabarz zu bringen. Dort warteten Mitglieder des Partnerschaftsvereins auf sie. Da der Inselsberg bei Eisenach in dichtem Nebel gehüllt war, änderte Klaus Klaedt-
ke vom Partnerschaftsverein Tabarz kurzerhand das Programm.

Die erste Besichtigung fand nun in der Marienglashöhle bei Friedrichroda statt. Die 30 Kinder sowie die drei Betreuer und die Gäste erfuhren Wissenswertes über die Kristallhöhle, die seit mehr als 150 Jahren für Touristen geöffnet ist. In Bad Tabarz ging es nach einem Imbiss für die Ferienpasskinder mit dem Bus weiter in das Erlebnis- und Freizeitbad Tabbs. Etwa die Hälfte der Kinder war zum ersten Mal mit dabei und von der Tropfsteinhöhle aber auch von dem Freizeitbad begeistert.

Wolgadeutscher berichtet von seinem ersten Besuch

Vor einigen Monaten übernahm Klaus Klaedtke den Vorsitz im Tabarzer Partnerschaftsverein von Evi Göllner. Klaedtke würde sich freuen, wenn die Partnerschaft mit Gladenbach vertieft würde. Klaedtke berichtete, dass Tabarz, das im vergangenen Jahr mit dem Prädikat „Bad“ ausgezeichnet wurde, sich eventuell mit dem Nachbarort Waltershausen zusammenschließen werde. Die Gastgeber präsentierten den Gladenbachern während einer Rundfahrt Sehenswertes ihrer Heimat wie den Märchenpark, die Rennsteigklinik und die Tennisanlage.

Zu den Gästen zählte auch der Gladenbacher Emil Buksmann, der vor 50 Jahren einmal für 13 Tage in Tabarz weilte. Buksmann wurde im Mai 1937 als Wolgadeutscher geboren und bereits als Vierjähriger mit den Eltern aus seiner Heimat nach Kasachstan vertrieben, wie er berichtete. Im Juli 1967 besuchte er als Sowjetbürger für 18 ­Tage die ehemalige DDR. Kaum in Tabarz angekommen, habe er sich durch die deutsche Sprache sofort heimisch gefühlt, obwohl er sie selber gar nicht mehr beherrschte. Während seines Aufenthalts in Tabarz ging es mit dem Bus nach Weimar, Erfurt, Gotha, Eisenach und zur Wartburg.

Er sei damals so begeistert ­gewesen, dass er unbedingt ­zurückkehren wollte. Dies war nach mehreren Ausreiseanträgen möglich, nachdem er und seine Familie am 27. Dezember 1977 in Ostberlin eintrafen. Über Gießen und Rastatt kam er nach Wuppertal. 20 Jahre später zog er nach Gladenbach um. Und nun, ein halbes Jahrhundert nach seinem ersten Besuch, war er wieder in Tabarz.

von Ingrid Lang

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