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Feuerwehr will Schlachthaus umbauen

Sinkershäuser Gerätehaus zu klein Feuerwehr will Schlachthaus umbauen

Die Freiwillige Feuerwehr Sinkershausen plant einen Neustart. Dazu beitragen soll der Zusammenschluss mit der Einsatzabteilung eines Nachbarortes.

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In Hans-Joachim Weigand (links) hat der Feuerwehrverein in Sinkershausen einen neuen Kassenwart. Vereinschef Karl-Heinz Weigand (rechts) verabschiedete Regina Thiel.

Quelle: Peter Piplies

Sinkershausen. Vorsitzender Karl-Heinz Weigand und seine­ Mitstreiter im Vorstand sehen­ ihre Wehr auf einem guten Weg. Der Verein hat 89 Mitglieder. Mit mehr Unterstützung von der Stadt würden sicherlich noch mehr Mitglieder wieder aktiver werden, hieß es während der Jahreshauptversammlung aus der Einsatzabteilung. Als Beispiel nannte ein Mitglied Schwierigkeiten mit der Alarmierung.

Wie der Vorsitzende berichtete, absolvieren die Feuerwehren aus Sinkershausen und Bellnhausen seit Anfang 2017 gemeinsame Übungen. Von den zwölf Aktiven aus Sinkershausen sei knapp die Hälfte regelmäßig dabei. Aus beruflichen Gründen könnten nicht immer alle Ehrenamtlichen daran teilnehmen. Bei einer möglichen Fusion mit den Einsatzkräften aus Bellnhausen tut sich aber ein anderes Problem auf: die fehlenden Räumlichkeiten.

Keines der beiden vorhandenen Gerätehäuser entspreche den aktuellen Vorschriften, hieß es. Erste Treffen von Wehrführung, Vereinsvorstand, Bürgermeister und Magistrat hätten bisher zu keinem konkreten Ergebnis geführt.

Hans-Joachim Weigand neuer Kassenwart

Die bestehenden Unterkünfte­ seien „suboptimal“, und der Kreisbrandinspektor würde am liebsten einen Neubau sehen, hieß es während der Jahreshauptversammlung. Das jedoch kann sich die Stadt Gladenbach in der aktuellen Finanzlage nicht leisten. „Wenn sich hier nichts tut und wir zu lange warten müssen, wird es spätestens in zehn Jahren in Sinkershausen keine Feuerwehr mehr geben“, befürchtete ein Feuer­wehrmann.

Deshalb machten die ­ehrenamtlichen Helfer ­einen anderen Vorschlag: Das Schlachthaus im Ort werde zur Zeit nicht mehr genutzt und könne für maximal 20.000 Euro in Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten für beide Wehren umgebaut werden. Ein Neubau oder Anbau an das Bürgerhaus würde mindestens das Zehnfache kosten, so lautet die Meinung der Sinkershäuser.

Es passiere langsam wieder etwas bei der Wehr, diese Entwicklung sollte auf jeden Fall unterstützt werden, betonte Weigand. Er bat Bürgermeister Peter ­Kremer und den Magistrat um ­Prüfung des Vorschlags. Solange noch junge Leute ­bereit seien, einen ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr zu übernehmen, sollten sie Fall unterstützt und nicht demotiviert werden, so lautete die einhellige Meinung der Kameraden in Sinkershausen.

Einig waren sich die Mitglieder auch bei einer notwendigen Nachwahl. Kassenwartin Regina Thiel war aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Zum Nachfolger wählte die Versammlung einstimmig Hans-Joachim Weigand.

von Peter Piplies

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