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Die Region feiert ihren Naturpark

Lahn-Dill-Bergland Die Region feiert ihren Naturpark

Der Verein Region Lahn-Dill-Bergland hat das zehnjährige Bestehen des regionalen Naturparks gefeiert. Vertreter aller beteiligten 18 Kommunen kamen zum Fest nach Gladenbacher zusammen.

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Michael Heck spielte Lieder aus seinem Programm „So klingt Heimat“ und Brigitte Koischwitz erzählte „Geschichten einer kleinen Seele in einem kleinen Dorf“.

Quelle: Jennifer Stein

Gladenbach. Aus den Kreisen Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf waren die Gäste ins „Haus des Gastes“ gekommen. Neben Grußworten und einem Vortrag über den Naturpark gehörten beim Fest auch Auftritte heimischer Künstler zum Programm. Regionalmanagerin Marion Klein moderierte den Abend.

Die musikalische Begrüßung übernahm Jördis Tielsch. Die Sängerin und Violinistin aus Sinn trug während der Feier zusammen mit Peter Vanielik-Schneider (Gitarre) und Jens Schäfer-Stoll (Bass) eigene Lieder sowie Coversongs vor, etwa „Time after time“ von Cindy Lauper und das irische „Toss the feathers“.

Die offizielle Begrüßung übernahm Rolf Koch, stellvertretender Vorsitzender der Region Lahn-Dill-Bergland. Er erinnerte an die Anfänge: „Der Naturpark ist ein Kind der Region.“

Koch (links, Foto: Stein) freute sich, dass an diesem Abend der neunte Naturpark-Botschafter ernannt werden konnte: der Dautphetaler Unternehmer Manfred Roth (rechts).

Roth sagte, er freue sich auf das Amt, da er sich gut mit den Zielen des Naturparks identifizieren könne. „Die Industrie hat großes ­Interesse an der Erhaltung der Natur. Denn Ökologie und Ökonomie gehören zusammen und ergänzen sich“, betonte Unternehmer Roth.

Ernst-Ludwig Wagner, ehemaliger Regionalmanager, hielt einen Vortrag über die Geschichte und den Auftrag des Naturparks. Er berichtete, dass am 26. Oktober 2007 am Aartalsee in Bischoffen die „Verordnung zur Errichtung eines Naturparks“ an den Verein Region Lahn-Dill-Bergland übergeben wurde.

Das sei die Geburtsstunde des Naturparks gewesen, der mit seinem 350 Kilometer langen Wanderwegenetz und vielen ökologischen und kulturellen Besonderheiten das Verständnis für die Natur und die Region fördern soll. Die Grundlage sei dabei die Begegnung von Mensch und Natur. Es gehe darum, Erholungsmöglichkeiten in der Natur und die Kulturlandschaft zu fördern, aber auch Wissen über die Umwelt zu vermitteln.

Erholungsmöglichkeiten böten die Wander- und Radwege, der Aartal- und der Perfstausee sowie der Kurort Bad Endbach. Die Kulturlandschaft des Naturparks sei durch Schlösser und Museen geprägt. So seien beispielsweise die Biedenkopfer Schlossfestspiele und das Regionalmuseum „Hinz Hoob“ in Gladenbach-Weidenhausen durch den Verein gefördert worden. Dem Auftrag, Wissen über die Umwelt zu vermitteln, werde der Verein unter anderem mit Wanderkarten und der Naturpark-App gerecht. Zudem soll die Zusammenarbeit mit Schulen gestärkt und ein Netzwerk aus „Naturpark-Schulen“ errichtet werden.

Lieder und Geschichten 
zur Unterhaltung

Grußworte sprachen Gladenbachs Bürgermeister Peter­ ­Kremer, Marburg-Biedenkopfs Landrätin und Naturpark-Botschafterin Kirsten Fründt und Uwe Schmal vom Hessischen Umweltministerium. Zur ­musikalischen Gestaltung des Abends trug neben Jördis Tielsch auch der Schlagersänger Michael Heck bei. Der Musiker aus Eisemroth ist seit 2016 ebenfalls Naturpark-Botschafter und wird während seiner Tour „So klingt Heimat“ 2018 auch im Kurpark in Bad Endbach auftreten.

Unterhaltsam waren die Beiträge aus dem „Ein-Frau-Theater“ von Brigitte Koischwitz, die ebenfalls Naturpark-Botschafterin ist. Die in Römershausen­ ­lebende Künstlerin erzählte „Geschichten einer kleinen Seele in einem kleinen Dorf“. Nach dem gut dreistündigen Programm hatten die Gäste Gelegenheit, gemeinsamen zu essen, zu plaudern und zu feiern.

von Jennifer Stein

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