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Bewegung im Gewerbepark

Salzbödetal Bewegung im Gewerbepark

Einige im Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal ansässige Betriebe wollen ihre Standorte erweitern, weitere Unternehmen haben ein Kaufinteresse für Bauplätze angemeldet.

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Auf diesem Grundstück im Gewerbepark Salzbödetal will sich ein Baustoffhandel ansiedeln. In Höhe des Gewerbeparks könnte eine Bushaltstelle eingerichtet werden. Der Regionale Nahverkehrsverband prüft den Vorschlag.

Quelle: Michael Tietz

Mornshausen/S. „Sechs Grundstücksanfragen liegen derzeit vor“, erklärte Geschäftsführer Lars Plitt den Mitgliedern der Verbandsversammlung. Die Vertreter aus Gladenbach, Bad Endbach und Lohra tagten bei der Firma Optima Pharma im Gewerbepark.

Auf dem Areal zwischen Mornshausen und Lohra wird sich im nächsten Jahr wohl ein Betrieb zur Gabionen-Produktion ansiedeln. Der Kaufvertrag für ein Grundstück soll in Kürze unterschrieben werden, teilte Plitt mit. Anfang 2018, so der Plan, will das Unternehmen den Bauantrag stellen.

Erstellt wird derzeit der Kaufvertrag für eine andere Fläche, die ein Reise- und Omnibusunternehmen haben möchte.­ Dort soll ein Busdepot samt Tankstelle und Waschstraße für Lkw und Busse errichtet werden. Eine europaweit tätige Firma zur Gebäudereinigung und Schädlingsbekämpfung hat ebenfalls Interesse an einem Grundstück bekundet. Im November will der Vorstand des in Süddeutschland ansässigen Konzerns entscheiden, ob er in naher Zukunft auch einen Standort im Salzbödetal haben wird.

„Die Werbung lohnt sich“

Weitere Anfragen liegen von einem Ingenieurbüro für Automobilbau, Pharma und Lebensmittelindustrie sowie von ­einem Metallbau-Unternehmen vor. Außerdem laufen die Verhandlungen mit einem Betrieb, der zwei Flurstücke kaufen und dort eine Produktionshalle bauen möchte. Zu welchem Zweck genau, ist nach Auskunft des Geschäftsführers derzeit noch nicht spruchreif.

„Es gibt nach wie vor Bewegung im Gewerbepark, die Werbung lohnt sich“, zog Lars Plitt ein positives Zwischenfazit. Dazu verwies er auch auf die Erweiterungspläne der im Salzbödetal bereits ansässigen Unternehmen. So will die Firma Optima Pharma, die sich auf den Bau von Gefriertrocknungsanlagen zur Herstellung von Medikamenten spezialisiert hat (120 Mitarbeiter, 20 Millionen Euro Jahresumsatz), eine weitere Produktionshalle errichten. Die Baugenehmigung liegt bereits vor.

Eine weitere Halle möchte auch die Firma Krämer hochziehen – sie stellt Ersatzteile für Oldtimer her. Der Bauantrag ist gestellt. Der Baustoffhandel ­Michel bereitet derzeit alles dafür vor, dass demnächst seine Halle errichtet werden kann. Dort sollen unter anderem Betonfertigungsteile produziert werden.

Der Regionale Nahverkehrsverband (RNV) prüft derweil, ob eine Bushaltestelle in Höhe der Zufahrt zum Gewerbepark an der Landesstraße 3048 eingerichtet werden kann. Dies hatte Robby Jahnke (Gladenbach) angeregt. Laut Plitt begrüßt der RNV das Vorhaben. Bei einem Behördentermin im November sollen die Details für den möglichen Standort der Haltestelle besprochen werden.

Kommunen legen Umlage fest

Außerdem will der Verband ab sofort seine „Gesamtschulden nach unten fahren“, wie es Plitt formulierte. Rund 2,2 Millionen Euro müssten die drei beteiligten Kommunen nach derzeitigem Stand am 1. Januar 2025 an die Hessische Landgesellschaft zurückzahlen. Die HLG wickelt im Auftrag von Gladenbach, Lohra und Bad Endbach die ­Erschließung (Strom, Wasser, Kanal) und den Ausbau des Gewerbeparks sowie den Verkauf der Grundstücke ab.

Ende 2024 läuft der Vertrag mit dem kommunalen Dienstleister aus. Dann müsste der Verband die bis dahin nicht vergebenen Flächen zurückkaufen. Für diesen Fall sind bisher keine Rücklagen gebildet worden. Die derzeitigen Verbindlichkeiten bezifferte Plitt auf 2,2 Millionen Euro. Der Betrag reduziert sich, je mehr Grundstücke noch an Firmen verkauft werden. Mindestens 800.000 Euro, so die Kalkulation, sollen dadurch in die Verbands-Kasse fließen.

Damit in acht Jahren nicht ein Millionenbetrag für die drei Kommunen fällig wird, soll nun regelmäßig eine Umlage gezahlt werden. Diese legte die Verbandsversammlung für das Jahr 2018 auf 100.000 Euro fest. Somit müssen Gladenbach und Lohra jeweils 42.500 Euro berappen, Bad Endbach 15.000 Euro. Die Höhe der Umlage kann sich von Jahr zu Jahr ändern.

von Michael Tietz

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