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Gipfelstürmer untermalen Gemeindefest

Gemeindejubiläum Gipfelstürmer untermalen Gemeindefest

Im KSF-Zentrum feierten rund 100 Bürger das Großgemeinde-Jubiläum „40 Jahre Gebietsreform und Großgemeinde Bad Endbach“.

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Für gute Stimmung im Publikum sorgte das Trio „Gipfelstürmer“ aus Fronhausen.

Quelle: Klaus Peter

Bad Endbach. Am 1. Juli 1974 entstand im Zuge der Hessischen Gebietsreform die Großgemeinde Bad Endbach mit ihren Ortsteilen Bad Endbach, Hartenrod, Schlierbach, Hülshof, Dernbach, Bottenhorn, Wommelshausen und Günterod. Aus Anlass dieses 40-jährigen Jubiläums lud der Gemeindevorstand zu einer Feier im KSF-Zentrum ein. Für die musikalische Gestaltung dieses Abends sorgte das Trio „Gipfelstürmer“ aus Fronhausen.

Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer gab in seiner Festrede einen geschichtlichen Rückblick auf das Entstehen der Großgemeinde mit ihren acht Ortsteilen. Jedes Dorf trage zu dieser Großgemeinde bei und dennoch habe jeder Ortsteil seinen ganz eigenen Charakter. „Dies finde ich gut“, resümierte Schäfer (Foto). Der Grund für die kommunale Reform sei es nicht gewesen, Identitäten aufzugeben sondern über eine Zusammenlegung von Verwaltungen diese effektiver zu machen.

Die Großgemeinde sei nicht wirklich das Konstrukt einer Verwaltungseinheit und auch nicht nur die Bezeichnung einer Fläche, deren Grenzen vor 40 Jahren neu geordnet wurden, sondern es seien nach seiner Meinung in allererster Linie die Menschen, die in Bad Endbach leben oder gelebt haben.

Manche Menschen seien in der Zwischenzeit zu Bad End­bachern im Sinne des Gemeindenamens geworden, andere würden sich nach wie vor lieber zum Beispiel als Hartenröder oder Bottenhorner bezeichnen. Genauso wie sich die Ortsteile voneinander unterscheiden, unterschieden sich die Menschen voneinander. „Dennoch sind wir alle Bad Endbacher“, so der Bürgermeister.

An diesem Abend sollten die Menschen in Bad Endbach im Vordergrund stehen und dabei sei bewusst auf einen Kommers mit zahlreichen Reden verzichtet worden. Neben seinem Vortrag würde deshalb lediglich nur noch Bernd Klingelhöfer, als Vertreter der Landrätin Kirsten Fründt, Grußworte überbringen.

„Sie, die Menschen in unserer Gemeinde, sind es, die dazu führen, dass wir sehr stolz sein dürfen. Es ist ja heutzutage in unserer Gesellschaft fast schon so, dass wir uns schämen, wenn etwas gelingt, wenn etwas Positives passiert. In den Zeitgeist passt es mehr, alles schlecht zu reden und nach Fehlern zu suchen“, resümierte der Bürgermeister, der anführte, dass hier und da bei Nachbargemeinden etwas Neid zu verspüren sei, wenn von Bad Endbach gesprochen werde.

„Genauso hat es seinen Grund, wenn wir Anerkennung erfahren für Entscheidungen, die nicht leicht gefallen sind und durchaus auch kontrovers diskutiert wurden und werden.“ Abschließend ging Schäfer nochmals auf die verwirklichten Projekte und den Ausbau der Infrastruktur in den vergangenen 40 Jahren ein. Mit einer gewissen Zufriedenheit stellte er dabei fest, dass Bad Endbach doppelt so viel Geld für Kinder und Jugendbetreuung investiert, als für die so oft als Kostenfaktor genannte Lahn-Dill-Bergland-Therme.

Bernd Klingelhöfer ging auf das Auf und Ab im Kurgeschehen der vergangenen 40 Jahren ein, wobei Bad Endbach versuche, einen neuen Markt zu erschließen. Viele Bauprojekte seien verwirklicht und auch die Infrastruktur weiter entwickelt worden. Der Landkreis sei stolz auf das eigene Bad und auf Bad Endbach. Alle Kommunalpolitiker Bad Endbachs hätten in den vergangenen 40 Jahren bei ihren Entscheidungen immer das Wohl der Bürger nicht aus den Augen verloren und die Gemeinde weiterentwickelt.

Auf Nachfrage der OP erklärten die Ortsvorsteher Ladislaus Szabo (Wommelshausen), Hans-Jürgen Debus (Hartenrod) und auch Eckhard Lixfeld (Dernbach) übereinstimmend, dass in den vergangenen vier Jahrzehnten ein deutliches Zusammenwachsen erkennbar sei. Dazu, so Szabo, würde auch der gemeinsame Kindergarten- und Schulbesuch von vielen Kindern der Großgemeinde ebenso beitragen, wie das Spielen des Fußballnachwuchses in einer Spielgemeinschaft oder auch weitere vereinsübergreifende Aktivitäten. Gemeinsame Feste förderten diesen Zusammenhalt sicher noch. Lixfeld betonte, dass ein Ortsteildenken bei dem einen oder anderen älteren Bad Endbacher möglicherweise noch nicht abgelegt sei.

von Klaus Peter

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