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Bouffier lobt in Bad Endbach das Hinterland

Gewerbeschau Bad Endbach 2017 Bouffier lobt in Bad Endbach das Hinterland

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier brach bei der Bad Endbacher Gewerbeschau eine Lanze für das Hinterland und die Automobilindustrie.

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Zu Beginn seines Rundgangs über die Gewerbeschau in Bad Endbach ging es für Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier am Stand des Autohaus Nord gleich um die Gegenwart und Zukunft der Automobilindustrie.

Quelle: Thorsten Richter

Bad Endbach. Viel Lob für die Menschen der Region sprach der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am Samstagnachmittag bei seinem Besuch der Bad Endbacher Gewerbeschau aus. Solche Messen seien in Zeiten des Internethandels nicht selbstverständlich, sondern ein Ergebnis harter Arbeit, sagte der Christdemokrat. Deshalb sei sein Besuch ein Zeichen der Anerkennung des Geschaffenen und auch eines seines ehrlichen Interesses für die Region.

Diese kenne er sehr gut, sagte Bouffier bei seinem ersten Besuch in Bad Endbach als Ministerpräsident und bezeichnete das Hinterland als ein „starkes Stück Hessen“. Getragen werde es von den Menschen vor Ort, den mittelständischen Unternehmen sowie den dort ansässigen Weltmarktführern. Damit es so bleibt, gelte es, die vielen Entwicklungen zu erkennen und zu nutzen, um den nächsten Generationen Chancen für die Zukunft zu schaffen.

Die Landesregierung betreibe auch deshalb eine Politik für den ländlichen Raum, weil Aushängeschilder wie das Rhein-Main-Gebiet als Ballungsraum nur erfolgreich sein können, wenn sie von einer starken Fläche gestützt werden. Politik für den ländlichen Raum sei somit eine Zukunftsinvestition für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Diese Politik benötige zwei, nein, drei Stützpfeiler: eine herkömmliche und eine zukunftsorientierte Infrastruktur sowie Menschen, die mehr machen, als sie müssen. Damit war Bouffier bei ehrenamtlich tätigen Menschen angelangt, mit denen er zuvor während seines Rundgangs viel sprach, und auch bei den sechs Endbacher Bürgermeisterkandidaten, die trotz eines unsicheren Ausgangs viel Zeit investieren.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier brach bei der Bad Endbacher Gewerbeschau eine Lanze für das Hinterland und die Automobilindustrie.

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Beim Thema Infrastruktur äußerte sich Bouffier überzeugt davon, dass „wir überall Glasfaser brauchen werden“. Hessen müsse mit einem Netz davon überzogen werden, damit die Regionen fit fürs 21. Jahrhundert werden. Zuvor müsse aber das Gegenwärtige erhalten, die Automobilindustrie nicht kaputt gemacht werden. Denn, so Bouffier, man werde die Zukunft nur mit der Automobilindustrie gewinnen.

Er mahnte zur Vernunft, weil möglichst wenig Schadstoffe und eine gute Umwelt durch Autos mit sauberen Antrieben gleich welcher Art nur in gemeinsamer Anstrengung gelingen können. „Hessen wird sich nicht am Kampf gegen das Auto beteiligen. Das wird es mit uns nicht geben“, betonte Bouffier.

Zuvor unternahm Bouffier einen Rundgang über das Ausstellungsgelände, sprach mit dem stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Jan-Niklas Aßmann über die Situation der Bad Endbacher Feuerwehren oder informierte sich am Stand von „Miet mich“ über die Entwicklung am Fahrzeug-Vermietungsmarkt. Seine joviale Art brachte den Zeitplan gehörig durcheinander, sodass er im KSF-Zentrum zu Andrea Hoppe, die über Produkte der familienbetriebenen Bauschlosserei informierte, sagte: „Ich habe jetzt für jeden Stand nur noch zehn Sekunden Zeit, will aber zumindest guten Tag sagen.“

Vorsitzender des Gewerbevereins ist mit Besucherzahlen zufrieden

An manchen Ständen wurde es dann doch mehr als nur „guten Tag“, bis schließlich Brigitte Koischwitz dem Ministerpräsidenten mit einer Widmung in einem ihrer Bücher noch „viele gute Gedanken“ wünschte.

Bouffier war nicht der einzige prominente Gast. Bereits zur inoffiziellen Eröffnung beim Ausstellerabend am Freitag waren Grußworte von Politikern der Bundes-, Landes- und Kreisebene zu hören. Dabei hob Gerolf Happel als Vorsitzender des Bad Endbacher Gewerbevereins hervor, dass die eigene Veranstaltung neben der Oberhessenschau in Marburg zu den größten der Region zähle. Er sprach die Hoffnung aus, die Marke von 10000 Besuchern der vorherigen Messe in diesem Jahr zu übertreffen.

Nach einem traditionell eher verhaltenen Samstag zeigte sich Happel am Sonntag mit dem Besucherzuspruch an beiden Tagen sehr zufrieden.

von Gianfranco Fain

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