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Geteilte Meinungen zum Handyverbot

Smartphones im Schulunterricht Geteilte Meinungen zum Handyverbot

An Schulen wird noch oft über das Handyverbot 
diskutiert. Obwohl viele Schulen ein Verbot ein­geführt haben fragen sich Schüler, ob es sinnvoll 
 wäre, dieses zu lockern oder ganz aufzuheben.

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Wenn Schüler selbst im Unterricht nicht vom Handy ablassen können, ist Ärger programmiert.

Quelle: Tobias Hirsch

Gladenbach. An vielen Schulen herrscht ein strenges Handyverbot, welches den Schülern verbietet, in der Schule ihr Smartphone zu nutzen.

Oftmals wird das Verbot auch in den Schulordnungen festgehalten, wie zum Beispiel bei der Europaschule Gladenbach. In dieser ist festgelegt, dass Handys während der Schulzeit nicht verwendet werden dürfen und ausgeschaltet in der Tasche sein müssen. Jedoch kann der Lehrer ausnahmsweise die Nutzung ­eines Handys erlauben.

An der Mittelpunktschule Hartenrod ist die Handynutzung auf dem gesamten Schulgelände verboten. Die Benutzung während des Schulaufenthaltes kann nur vom Lehrer gestattet werden. Das Verbot entwickelte sich an Schulen daraus, dass gewalttätige Fotos, Videos und weiteres negatives Bildmaterial auf Handys von Schülern gefunden wurden.

Handyverbot auf dem Schulgelände unzulässig

Das Verbot hat auch etwas Positives, denn Schüler ohne Handy schummeln weniger. An der englischen „School of Economics“ hatten die Lehrer nach Einführung des Handyverbotes eine deutliche Leistungssteigerung der schwächeren Schüler beobachtet.

Ein generelles Handyverbot, bei welchem die Schüler ihr Handy erst gar nicht mit in die Schule nehmen dürfen, ist laut Schulgesetz nicht erlaubt, da es sich nicht mit dem Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schulen begründen lässt. Außerdem wollen Eltern, dass ihre Kinder im Notfall erreichbar sind.

Und da die meisten Smartphones über Internet, aber die wenigsten Schulen über genug Internetzugänge für alle Schüler verfügen, ließe sich das Handy auch gut in den Unterricht integrieren, zum Beispiel als „Recherche Tool“.

von Lena Aßmann 
und Marvin Lorentzen

         
Handyverbot im Unterricht
Pro   Contra

Lena Aßmann (16):

Ich bin für das Handyverbot, da die Smartphones wirklich ablenken. Es ist nervig, seinem Sitznachbarn immer wieder die Aufgabenstellung zu erklären, weil dieser mal wieder auf sein Handy geschaut hat.

Es wird doch wohl möglich sein, während der Schulzeit auf sein Handy verzichten zu können.

Außerdem steigt die Gefahr, dass Mitschüler Fotos von einem machen und diese dann ins Netz stellen.

Und wenn ein Handy mal im Unterricht auch nur den leisesten Ton von sich gibt, sind alle sofort dadurch abgelenkt und lachen oder gaffen den Schüler an, welchem das Handy gehört.

 

Marvin Lorentzen (14):

Ich bin gegen ein Handyverbot, da das Handy heutzutage ein alltäglicher Gegenstand ist und in vielen Situationen auch helfen kann.

Für Kinder und Jugendliche ist das Smartphone vor allem auch wegen der Sozialen Netzwerke sehr wichtig, da diese von ihnen häufig genutzt werden.

Ein Handyverbot wäre daher realitätsfremd und auch nicht wirklich durchsetzbar, da es immer Schüler geben wird, die das Verbot von Handys ignorieren.

Deshalb sollte man den Schülern den verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone näherbringen, da das Handy nicht mehr wegzudenken ist.

         
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