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Gesellschaften machen den Weg frei

Heimatfest Gesellschaften machen den Weg frei

Im Sommer nächsten Jahres befindet sich Biedenkopf wieder für drei Tage im Ausnahmezustand: Dann wird die Grenze abgegangen.

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Traditionsgemäß „hopsen“ die Wettläufer die Grenzgänger auf dem Frühstücksplatz über den Grenzsteinen.

Quelle: Archivfoto

Biedenkopf. Beim größten Heimatfest in der Region, das nur alle sieben Jahre stattfindet, laufen die Bürger an drei Tagen die Grenze des Biedenkopfer Stadtwaldes ab. Die Vorbereitungen zur Großveranstaltung sind bereits angelaufen. Am Mittwochabend erhielt die Bosch-Brauerei aus Bad Laasphe den Zuschlag als Bierlieferant. Den Vertrag unterzeichneten die Mitglieder des Grenzgangskomitees Uwe Funk, Dr. Manfred Bäcker, Wolfgang Burk, Arnd Prätorius und Jürgen Davidis sowie Brauerei-Seniorchef Hans-Eberhard Bosch und dessen Sohn Hans-Christian Bosch.

Die Entscheidung für Boch sei einstimmig gefallen, berichtete Komiteevorsitzender Arnd Prätorius. Unter fünf Brauereien, darunter auch das Hinterländer Brauhaus, das im Januar seinen Betrieb einstellen musste, sei die Bierbelieferung des Grenzgangs ausgeschrieben worden.

Dass die Frage nach dem Grenzgangsbier kein nebensächliches Thema in einer Stadt ist, die auf eine lange Brautradition zurückblickt und einst ein halbes Dutzend Brauereien zählte, wissen die Aktiven des Grenzgangskomitees. Viele Gerüchte darüber, welches Bier es beim nächsten Grenzgang gibt, hätten in den letzten Wochen die Runde gemacht, sagte Prätorius.

Viel Aufwand erfordert auch das Instandhalten der Wege, die beim Abschreiten der Gemarkungsgrenze benutzt werden, da die Sturmtiefs „Kyrill“ und „Xynthia“ vielerorts ihre Spuren hinterlassen haben. Darum kümmern sich die Biedenkopfer Männergesellschaften.

„Jede Gesellschaft übernimmt die Patenschaft über einen bestimmten Abschnitt der Gemarkungsgrenze“, erklärte Manfred Bäcker. Der Zustand der Wegabschnitte werde nach einem Ampelsystem eingestuft. Grün bedeute, dass sich eine Männergesellschaft selbstständig um die Instandhaltung kümmern könne, bei Gelb müsse sie Hilfe durch Waldarbeiter in Anspruch nehmen, während eine Gesellschaft bei Rot nichts mehr selbst unternehmen dürfe.

von Björn-Uwe Klein

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