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Geschäftsleitung tritt in den Dialog

Informationsveranstaltung Geschäftsleitung tritt in den Dialog

Gestern Abend stellte die Geschäftsleitung des Rheumazentrums Mittelhessen Anliegern, die bis 2018 vom Baustellenverkehr betroffen sind, das Neubaukonzept vor.

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Auf der ehemaligen Grünanlage des Rheumazentrums Mittelhessen sind die Tiefbauarbeiten in vollem Gange. Auf diesem Gelände entsteht ein fünfgeschossiges modernes Klinikgebäude.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach. Auf der grünen Wiese hinter dem Rheumazentrum Mittelhessen entsteht ein Neubau. Er wird eine Grundfläche von gut 8200 Quadratmetern haben, wird 59 Meter lang und 35 Meter breit werden. Im März rollten bereits die ersten Bagger an, derzeit wird die Baugrube ausgehoben und im Mai wird der Rohbau erstellt.

Für den Innenausbau haben die Planer ein Jahr Zeit eingerechnet: von November 2016 bis November 2017. Ende 2017/Anfang 2018 soll der Neubau dann in Betrieb genommen und die Bestandsgebäude weitestgehend abgerissen werden. Die Planer gehen davon aus, dass im Juli 2018 alle Arbeiten beendet sind.

Weil es sich um ein Bauvorhaben mit enormen Auswirkungen auf die Nachbarschaft handelt, lud die Geschäftsleitung die Anwohner der „Sebastian-Kneipp-Straßen“, zum Teil Anwohner der „Hainstraße“ sowie der Straßen „Am Kurpark“ und „Kirchweg“ zu einer Infoveranstaltung ein. Deren größten Sorgen waren die Verkehrsführung sowie die Straßenschäden, die durch die Baufahrzeuge entstehen können.

Arndt Räuber gibt Entwarung

Doch Arndt Räuber, Erster Beigeordneter, gab zu beiden Punkten Entwarnung: An Tagen, an denen viel Schwerlastverkehr zur Baustelle fährt, bestünde an Engstellen der Zufahrtsstraßen zeitweise Halteverbot. Die Baufirma stelle an diesen Tagen dort Personal ab, das für die Sicherheit sorgen soll. Zudem werde die Gemeinde den Istzustand der Straße kontrollieren, etwaige Schäden durch die Baufirma würden beanstandet. Eine grundhafte Sanierung, bei denen die Anlieger mit zur Kasse gebeten werden, sei durch den Baustellenverkehr nicht zu erwarten, sagte er.

Zudem erklärte ein Vertreter der ausführenden Baufirma, dass Schmutz auf den Straßen mindestens einmal pro Woche entfernt werde - bei Bedarf auch öfter.

Zu allen weiteren Fragen rund um die Baustelle will die Geschäftsführung des Rheumazentrums ein Info-Telefon einrichten, um mit den Anliegern im Dialog zu bleiben. „Wir wollen alles unternehmen, damit die Bauzeit so wenig belastend wie möglich ist, erklärte Georg Schuckart, kaufmännischer Direktor. Und er lud die Zuhörer ein, das Angebot wahrzunehmen: „Nehmen Sie uns beim Wort.“ Die Geschäftsführung sei bestrebt, während der Bauphase eine möglichst hohe Transparenz zu schaffen.

Neubau kostet 23 Millionen Euro

Der Neubau war nötig, weil das Gebäude des Rheumazentrums Mittelhessen aus dem Jahr 1954 stammt und nicht mehr den heutigen Standards entspricht. Es wurde durch Um- und Erweiterungsbauten dem jeweiligen Bedarf angepasst. Diese Strukturen bedingen laut der Geschäftsleitung „eine ungünstige Verteilung zusammengehöriger Funktionsbereiche“.

Damit Patienten zukünftig keine langen Wege in Kauf nehmen müssen und Personal nicht mehr durch umständliche Arbeitsabläufe zeitlich gebunden ist, wurde entschieden, einen Neubau zu errichten. Das Land Hessen fördert das 23-Millionen-Euro-Projekt mit insgesamt 10 Millionen Euro. Die Investition sei ein Bekenntnis zum Standort Bad Endbach und sichere Arbeitsplätze, sagte Schuckart.

Die Baustellenzufahrt erfolgt über die „Hainstraße“. Von dort wird später auch die Ver- und Entsorgung der Klinik geplant. Der Haupteingang ist dann - wie heute - über die „Sebastian-Kneipp-Straße“ erreichbar. Die Parkplätze werden erweitert.

von Silke Pfeifer-Sternke

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