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Gericht klärt heute den Bach-Streit

Verwaltungsgericht Gericht klärt heute den Bach-Streit

Heute befasst sich das Verwaltungsgericht Gießen mit dem Streit um den mit Beton verengten Schlierbach. Ein Mediationsgespräch dazu war gescheitert.

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Der Streit um den mit Beton verengten Schlierbach wird heute vor dem Verwaltungsgericht in Gießen verhandelt.

Quelle: Privatfoto

Gießen . Klaus Pfeifer, Bad Endbacher und Anlieger am Schlierbach, führt seit fünf Jahren Streit mit der Gemeinde Bad Endbach und mit Anliegern und nun auch mit dem Landkreis als zuständige Behörde. Grund ist die seiner Meinung nach illegale und nicht genehmigungsfähige Verengung des Schlierbachs mit Betonteilen. Die Gemeinde Bad Endbach hat vor, den Schlierbach für 5000 Euro umzugestalten und aufzuwerten, ohne jedoch den Beton zu entfernen. Die Baugenehmigung dazu liegt von Seiten des Landkreises seit August 2014 vor. Dagegen klagt Klaus Pfeifer.

Heute ab 10 Uhr befasst sich das Verwaltungsgericht in Gießen mit dem Streit, der bei Klaus Pfeifer mehrere Aktenordner mit Anschreiben und Antwortschreiben füllt. Das Jahrhunderthochwasser 2006 hatte den Schlierbach so weit anschwellen lassen, dass das Wasser schließlich über die Ufer trat und den Keller von Klaus Pfeifer, der gleichzeitig Arbeitsstätte des Selbstständigen ist, flutete. Das dreckige Wasser stand gut einen halben Meter hoch und richtete einen Schaden von gut 6000 Euro an. Pfeifer konnte sein Büro längere Zeit nicht nutzen, und der Schaden war durch keine Versicherung gedeckt. Da war der Ärger groß.

Betonkeile sollen zurückgebaut werden

Pfeifer fürchtet, dass bei erneutem Hochwasser sein Keller wieder „absäuft“, deshalb wird er nicht müde, die Entfernung des Betons aus dem Schlierbach zu fordern. Denn, zwei Jahre nach dem Hochwasser verfüllten Anlieger den Schlierbach mit Betonkeilen, um ihre Grundstücksmauern zu stützen und zu schützen.

Pfeifers Ziel ist es, dass die Betonkeile im Bachlauf komplett zurückgebaut und nicht nur wie geplant überbaut werden.

Der Prozesstag heute wird allerdings vorerst nur Klarheit darüber bringen, ob die Genehmigung zur Umgestaltung des Bachlaufs rechtens ist. Der Landkreis beantragte, die Klage abzuweisen. Die Verwaltung begründet ihren Antrag damit, dass das Allgemeinwohl über dem des Klägers steht. Zudem rügt sie die Kellernutzung als Büro. Dazu liege keine Genehmigung vor.

von Silke Pfeifer-Sternke

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