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Gericht: Behandlungsfehler liegt vor

Rheumazentrum Mittelhessen Gericht: Behandlungsfehler liegt vor

In der Schadensersatzklage gegen das Rheumazentrum Mittelhessen in Bad Endbach schlug das Landgericht Marburg am Freitag als Vergleich die Zahlung von 156 000 Euro vor.

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Das Rheumazentrum Mittelhessen in Bad Endbach hat in den nächsten Wochen die Möglichkeit, einen außergerichtlichen Vergleich zu schließen. Archivfoto

Marburg. Die Klage eines 71-jährigen Mannes gegen das Rheumazentrum Mittelhessen in Bad Endbach zieht sich nun schon über sechs Jahre hin. Der Kläger, ein 71 Jahre alter Mann aus Bracht, fordert durch eine Klageerweiterung 500 000 Euro Schadensersatz für einen Behandlungsfehler, den er der Klinik anlastet. Auch die Krankenkasse des Mannes fordert 500 000 Euro für die Erstattung der Behandlungskosten.
Der Mann ist bei einem Aufenthalt in der Klinik so unglücklich gestürzt, dass er gelähmt ist.
Wegen einer Spinalkanalstenose (Verengung des Spinalkanals) war der Kläger im Herbst 2003 zur Behandlung im Rheumazentrum. Er gibt an, dass die Einnahme von Medikamenten zum Sturz geführt hat und die direkte Behandlung danach nicht korrekt ausgeführt wurde. Der Sturz und die darauf folgende Fehlbehandlung sollen zu der Lähmung geführt haben.
Nach Auffassung des Gutachters Professor Wilhelm Friedl war die Verabreichung der Medikamente kein Grund für den Sturz. Es sei möglich, dass der Patient in der Nacht unter starken Schmerzen gelitten habe und womöglich im Zimmer gestürzt sei, erklärte der Experte in der Verhandlung vom 19. November vergangenen Jahres.
Der hinzu gerufene Arzt diagnostizierte einen Schlaganfall und erkannte die richtige Diagnose, Halswirbelverletzung, nicht.
von Daniel Skott
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