Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Genossenschaft steht vor der Gründung

Windenergie Genossenschaft steht vor der Gründung

Was sich bei der Informationsveranstaltung am 10. Dezember andeutete, soll nun schnell umgesetzt werden, damit die Energiegenossenschaft Einwände am Regionalplan geltend machen kann. Am 28. Januar wollen die Herzhäuser eine Energie-Genossenschaft ins Leben rufen. Eine Woche zuvor gibt es noch eine weitere Informationsveranstaltung im Gladenbacher Stadtteil Sinkershausen.

Voriger Artikel
Zukunft des Kinderchors steht auf der Kippe
Nächster Artikel
Kripo stellt 25 Marihuana-Pflanzen sicher

Energie aus Windkraft und auch anderen Quellen will die zu gründende Energiegenossenschaft herstellen und vermarkten und damit lokale Projekte fördern.

Quelle: Bernd Thissen

Herzhausen. Äußerst zufrieden mit dem Zuspruch waren die sechs Herzhäuser Initiatoren, als sie vor etwas mehr als einem Monat bei einem Infoabend ihre Beweggründe und Absichten hinsichtlich der Nutzung von Windenergie auf den Höhenlagen rund um den Dautphetaler Ortsteil vorstellten. Mehr als 80 Interessenten aus Herzhausen und den umliegenden Orten hörten damals von dem Plan, eine Energiegenossenschaft zu gründen.

Die rund 55, die damals ihr Interesse an der Gründung einer solchen Gemeinschaft kundtaten, seien nun angeschrieben worden und erhalten in den nächsten Tagen einen Satzungsentwurf, berichtet Gernot Wege. Nun soll etwas aufs Tempo gedrückt werden, damit die Energiegenossenschaft schnellstmöglich entsteht, erklärt Wege.

Auslöser der Eile ist die am Montag, 21. Januar, beginnende Frist der Offenlegung des neuen Teil-Regionalplans Energie, mit dessen Verteilung das Regierungspräsidium in Gießen am Montag begann. Zwei Monate lang haben dann die Träger öffentlicher Belange sowie Privatpersonen die Möglichkeit, die Pläne einzusehen und ihre Einsprüche geltend zu machen.

Diese Zeit wollen die Initiatoren der Energiegenossenschaft nutzen, um die ursprünglich vorgesehenen Windvorrangflächen auf den Höhenzügen rund um Herzhausen wieder im Plan erscheinen zu lassen. Im Entwurf sind die Potenzial-Flächen um rund 50 Prozent geschrumpft. Mit der Vergrößerung verfolgen die Initiatoren zwei Ziele, erklärt Wege: Zum einen sollen möglichst viele Grundstückseigentümer „mit ins Boot“ kommen können, zum anderen gilt es, eine Konzentration vieler Anlagen auf kleiner Fläche zu vermeiden.

Von einem möglichst großen Ertrag würden auch die Dörfer profitieren. Denn dieser soll nicht zu großen Konzernen wandern, sondern vor Ort bleiben und der Gemeinschaft zugutekommen. Deshalb schreibt sich die Genossenschaft neben der Stromgewinnung noch weitere Ziele in ihre Satzung.

12-köpfiger Aufsichtsrat, 4-köpfiger Vorstand

Mehr darüber erfahren Interessierte aus allen Gladenbacher Stadtteilen bei einem Informationsabend am Montag, 21. Januar, ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Sinkershausen, wenn Dirk Reuter Konzept und Pläne der Energiegenossenschaft vorstellt.

Zudem hoffen die Initiatoren an diesem Abend Mitglieder zu finden, die auch zur Vorstandsarbeit bereit sind. Am Montagabend habe man sich darauf geeinigt, einen 12-köpfigen Aufsichtsrat anzustreben, erklärt Wege. Darin sollen möglichst Mitglieder aus allen mit Flächen beteiligten Orten - Bellnhausen, Diedenshausen, Herzhausen und Sinkershausen - vertreten sein, ebenso wie Repräsentanten der Gemeinde Dautphetal und der Stadt Gladenbach. Dies wolle man ebenso vorschlagen wie einen 4-köpfigen Vorstand.

nDie Gründungsversammlung findet am Montag, 28. Januar, ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Herzhausen statt.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr