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Genauer Zahl der Plätze muss noch ermittelt werden

Kinderbetreuung Gladenbach Genauer Zahl der Plätze muss noch ermittelt werden

Gladenbach steht wie andere Kommunen auch vor dem Problem, dass mehr Kindergartenplätze benötigt werden, als zur Verfügung stehen.

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In Gladenbach stellt sich in diesem Jahr die Frage nach Möglichkeiten zur Erweiterung der Kindergartenplätze. Bürgermeister Peter Kremer will den Bedarf ermitteln lassen.

Quelle: Monika Skolimowska

Gladenbach. Die Politiker Gladenbachs müssen sich gleich zu Beginn des neuen Jahres damit auseinandersetzen, dass für das nächste Anmeldungsjahr für die Kindertagesstätten im Stadtgebiet neue Plätze geschaffen werden müssen. Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen, vor allem nach Gruppenplätzen für Kinder unter drei Jahren, ist größer als das Angebot.

Eine Erweiterung scheint unausweichlich und ist laut Bürgermeister Peter Kremer nur über eine bauliche Investition realisierbar. Diese bereitet Kremer weniger Kopfzerbrechen. Vielmehr sind es die Folgekosten, das heißt die Unterhaltung der Kindergartengruppen, die für die Hinterlandkommune ein Problem darstellen.
Diese Kosten werden sich im Ergebnishaushalt der Stadt widerspiegeln. Um einen ausgeglichen Haushalt unter diesen Bedingungen aufzustellen, bedeutet dies, an anderer Stelle Kosten einsparen zu müssen.

Magistrat will einheitliche Aufnahmekriterien

Eine Regelung, wonach alle­ Kinder einen von den Eltern gewünschten Platz erhalten, kann es laut Kremer weder für das kommende Kindergartenjahr 2017/2018 geben noch für die Folgejahre, solange nicht in allen Kindertagesstätten (Kita) auch ausreichend Plätze vorhanden sind. Deshalb soll für die Stadtverordnetenversammlung der Bedarf an Kindergartenplätzen ermittelt werden, damit von den gewählten Vertretern im Parlament eine Entscheidung getroffen werden kann, in welchem Umfang in die Kinderbetreuung investiert werden soll. Eltern, deren Kinder 2016/2017 keinen Wunschplatz bekommen haben, wurde ein Platz in einer anderen Einrichtung im Stadtgebiet angeboten.

Im März 2016 waren dies fünf Plätze im katholischen Kindergarten Gladenbach, zwei Plätze im evangelischen Kindergarten Mornshausen sowie freie Plätze im Waldkindergarten in Weidenhausen. Im April/Mai 2016 wurden zusätzlich vier freie Plätze im evangelischen Kindergarten Gladenbach durch die Rücknahme einer Integrationsmaßnahme frei.

Der Magistrat hat sich ebenfalls mit dem Thema befasst und festgelegt, dass die Aufnahmekriterien und das Aufnahmeverfahren einheitlich für alle Kindertagesstätten im Stadtgebiet geregelt werden sollen. Somit wurde der Anmeldeschluss um drei Monate vorverlegt und endete bereits zum 31. Oktober 2016 statt wie ursprünglich vorgesehen am 31. Januar dieses Jahres. Diese Regelung sollte dazu dienen, einen besseren Überblick über die Verfügbarkeit von Kindergartenplätzen zu erhalten.

Bereits im November 2016 wurde festgestellt, dass 2017/2018 nicht ausreichend Wunschplätze zur Verfügung stehen. Auch eine Regelung, wonach Kinder aus den Stadtteilen Diedenshausen und Weitershausen vorrangig in der Kita Runzhausen aufgenommen werden sollen, ist nach Angaben Kremers nicht möglich, solange dort weniger Plätze zur Verfügung stehen als Wunschanmeldungen erfolgen. Zudem müsste auch die Frage geklärt werden, wie mit Kindern aus dem Stadtteil Runzhausen selbst verfahren wird.

von Silke Pfeifer-Sternke

 
 
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