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Gemeinschaftshaus geht an Kulturverein

Dorfgemeinschaftshaus Gemeinschaftshaus geht an Kulturverein

Einmütig geben die Lohraer Parlamentarier das Dorfgemeinschaftshaus an den Kultur- und Heimatverein Weipolts­hausen. Der Kaufpreis beträgt 95000 Euro.

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Danach der positiven Abstimmung stießen die Weipoltshäuser Bürger und die Lohraer Gemeindevertreter gemeinsam auf das Geschäft an.

Quelle: Gianfranco Fain

Altenvers. Obwohl die rhetorische Messlatte im Hauptausschuss schon relativ hoch gelegt worden sei, schaffte SPD-Fraktionschef Kurt Schwald mit „Wir werden ein Stück Geschichte schreiben“ noch eine Steigerung, und Harald Rink (BfB) fügte mit mehr Lokalkolorit hinzu: „Das DGH geht in die Hände derer zurück, die es geschaffen haben.“

Die vollmundigen Ankündigungen standen allerdings im krassen Gegensatz zu dem Zwischenfazit, dass der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Hans-Wilhelm Kisch (BfB), zog: Es gehe doch nur um Differenzen über Nuancen, denen man nicht mehr Bedeutung zumessen sollte, als ihnen zukommt. Und auch Karl Klefenz von den Grünen war „nicht klar, warum wir uns darüber zoffen“, wo doch das Ziel klar war, „dass heute Abend der Deckel draufkommt“.

Anlass der langen Debatte um den Verkauf des Dorfgemeinschaftshauses an den Kultur- und Heimatverein Weipoltshausen war ein Änderungsantrag der BfB, Grünen und der FWG zum bereits im Hauptausschuss einstimmig abgesegneten Änderungsantrag der CDU/SPD-Fraktionen für die Vorlage des Gemeindevorstands (die OP berichtete). In diesem erkannten die Antragsteller einige Formulierungen, über die es nochmals nachzudenken gab, „um den Verein mit guten Startbedingungen auszustatten“.

So sollte es zur Kaltmiete von 790 Euro nun einen festen pauschalierten Betriebskostenzuschuss in Höhe von 210 Euro geben, was zusammen genau der vorher abgeänderten Warmmiete von 1000 Euro entsprochen hätte. Weiterhin sollte der Standort der Sirene (nicht auf dem Dach, sondern an einem Mast) korrekt festgehalten werden, und dem Verein ein Vorkaufsrecht für den Festplatz eingeräumt werden.

Während Elfriede Köhler (SPD) bekannte, sich über den Konsens im Hauptausschuss „riesig“ gefreut zu haben, sich aber über diesen Änderungsantrag ärgere und eine vernünftige Abstimmung forderte, warf Waßmuth den Antragsstellern vor, nur zeigen zu wollen, dass sie diejenigen sind, die den Verkauf bewerkstelligen. Anschließend wurde der Änderungsantrag der drei Fraktionen mehrheitlich abgelehnt, während dem CDU/SPD-Änderungsantrag und dem Ursprungsantrag mehrheitlich zugestimmt wurde.

Die wichtigsten Konditionen sind: Kaufpreis 95000 Euro, davon 10000 auf fünf Jahre zinsfrei gestundet; monatliche Kaltmiete von 790 Euro für Ortsvorsteherzimmer und Feuerwehrräume; von 2015 bis 2018 jährlich fallender Betriebskostenzuschuss von 16750, 13250, 11250 Euro und 8750 Euro; Pachtanteil an der PV-Anlage von rund 2450 Euro erhält der Verein; bei Verkauf des Hauses innerhalb von 20 Jahren erhält die Gemeinde die Differenz zum jetzigen Kaufpreis.

von Gianfranco Fain

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