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Gemeinsamer Nenner, lange Reden

Johnson Controls Gemeinsamer Nenner, lange Reden

Lange debatierten die Dautphetaler Lokalpolitiker über einen Antrag, den alle Fraktionen unterstützen: Der Gemeindevorstand soll sich bei allen heimischen Landes- und Bundespolitikern sowie beim Management der Firma Johnson Controls für den Erhalt aller Arbeitsplätze einsetzen.

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Den um ihre Arbeitsplätze bangenden Dautphetaler wollen die Gemeindevertreter beistehen. Dazu werden Gespräche mit der Geschäftsleitung der Firma angestrebt. 

Quelle: Archiv

Dautphe. „Es ist schon alles gesagt, nur nicht von mir.“ Dieses von Sozialdemokrat Gerd Dannenhaus zu Beginn seines Beitrags vorgetragene Zitat beschreibt die Situation in der Gemeindevertretersitzung Dautphetal. Lange Reden in einer Sache, in der sich im Grunde alle einig sind, und zu der schon vor der Sitzung geklärt war, dass aus dem CDU-/FW-Antrag ein gemeinsamer aller Fraktionen wird.

Es ging am Montagabend um einen Auftrag an den Gemeindevorstand, der sich bei den heimischen Landes- und Bundestagsabgeordneten sowie dem Management der Fa. Johnson Controls für den Erhalt aller Arbeitsplätze am Standort Friedensdorf einsetzen soll.

Ähnlich wie im Haupt- und Finanzausschuss (die OP berichtete) sprachen die SPD-Vertreter eher gegen den Antrag, weil die Unternehmensführung in den USA ihre Entscheidungen ohne das Gemeindeparlament oder die Politik insgesamt treffe und weil eine ähnliche Initiative in der Vergangenheit nichts gebracht habe. Damals waren CDU und FW laut SPD-Fraktionschef Joachim Ciliox „eher zurückhaltend in ihrer Zustimmung“.

Lange debatte über Antrag zur Ärzteversorgung

Er freue sich über den Anschluss der SPD, bekannte Christdemokrat Helmut Wege und sagte, dass die Situation ein Zeichen der Solidarität erfordert. Wie Wege sprachen auch Michael Honndorf von den Freien Wählern und Dannenhaus die Ängste der Mitarbeiter und ihrer Familien an, die ihnen möglichst genommen werden sollten. Einigkeit bestand darin, ein Zeichen zu setzen. „Wir tun alles, was tun können“, sagte Dannenhaus und forderte seine Parlamentskollegen dazu auf, bei Aktionen der Belegschaft „Flagge zu zeigen“.

Nach der einstimmigen Annahme des Antrags, war inklusive der Debatte um die Ärzteversorgung eine Stunde vergangen. Danach nahm die Versammlung das Investitionsprogramm für die Jahre 2016 bis 2019 im Gemeindehaushalt 2016 einstimmig an, den Haushaltsplan jedoch bei 12 Gegenstimmen der 13 SPD-Abgeordneten nur mehrheitlich (Berichte folgen).

Einstimmig angenommen sind alle Anträge zur Bauleitplanung, unter anderem für das Camp Lachenwald, die Anbindung des Gewerbegebiets Allendorf an die K 73 und die Erweiterung des Lidl-Marktes in der „Neuen Mitte“ sowie die Neufassung der Stellplatzsatzung und die Abschaffung der Satzung über die Beschaffung, Anbringung und Unterhaltung von Grundstücksnummernschildern.

von Gianfranco Fain

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