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Gemeinde will mehr Geld von Feiernden

Politik Gemeinde will mehr Geld von Feiernden

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Bad Endbach beraten über die Erhöhung der Gebühren der Gemeinschaftshäuser und des Kultur-, Sport- und Freizeitzentrums (KSF).

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Wenn Paare 2017 in den Gemeinschaftshäusern der Gemeinde Bad Endbach mit Freunden feiern wollen, müssen sie tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühren werden angehoben.Archivfoto

Bad Endbach. Am Montag beschäftigen sich die Mitglieder des Bad Endbacher Gremiums erneut mit einer Änderung der Gebührenordnung für die Nutzung der gemeindlichen Gemeinschaftshäuser sowie der Mehrzweckhalle KSF. Begründet wird die vorgesehene Anhebung der Gebühren mit dem Haushaltssicherungskonzept. Bereits am 11. August hatte sich die Gemeindevertretung eingehend mit der Gebührensatzung beschäftigt.

Zunächst muss der Haupt- und Finanzausschuss die Vorlage prüfen und seine Empfehlung für die Gemeindevertretung abgeben. Stimmt Letztere der Vorlage zu, müssen die Nutzer der Bürgerhäuser und Dorfgemeinschaftshäuser sowie des KSF tiefer in die Tasche greifen - zum Teil ist mehr als das Doppelte an Nutzungsgebühr fällig.Die Anhebung der Gebühren ist gestaffelt auf drei Jahre. Die erste Erhöhung tritt 2015 in Kraft, 2016 folgt eine weitere, bis 2017 die angestrebte Anhebung erreicht ist.

Beim Kur- und Bürgerhaus sollen in drei Jahren für Trauerfeiern, die im großen Saal stattfinden, 80 Euro statt bisher 40 Euro gezahlt werden, der kleine Clubraum wird um 15 Euro teurer, die Nutzung der Kochküche erhöht sich von 15 auf 50 Euro - auch bei privaten Feiern. Die Theke im Nebenraum war bisher kostenfrei, ab 2015 sind 15 Euro, in zwei Jahren 20 und in drei Jahren 25 Euro für Trauer- und private Feiern fällig.

Das Nutzen des großen Saals für Hochzeiten oder für Vereinsveranstaltungen soll sich von aktuell 80 Euro auf 160 Euro (2016) erhöhen. Die Miete im kleinen Saal wird von 40 Euro stufenweise auf 70 Euro angehoben.

Die Nutzung des Bürgerhauses in Bottenhorn steigt bei Trauerfeiern von 40 Euro auf 70 Euro, bei privaten Feiern von 80 auf 140 Euro. Auch die Nutzung des kleinen Saals wird angehoben (von 20 auf 35 Euro); bei privaten Feiern fallen 2017 mit 70 Euro insgesamt 30 Euro mehr an. Auch die Küchennutzung wird erhöht - von 15 auf 30 Euro bei Trauerfeiern und bei privaten Feiern.

Ganzjahres-Abo ist ab2015 im KSF möglich

Die Gebühren für Bürgerhäuser Günterod, Wommelshausen, Schlierbach und Dernbach werden auch kräftig angehoben: Das Mieten des großen Saals für Trauerfeiern kostet in drei Jahren 65 Euro, derzeit sind 35 Euro fällig. Für Hochzeiten und Ähnliches werden bisher 70 Euro veranschlagt, 2017 sind es 140 Euro.

Die Kosten für den kleinen Saal belaufen sich auf derzeit 20 Euro für Trauerfeiern und 40 bei privaten Feiern. 2017 sind dann für Erstere 35 Euro zu zahlen, für Letztere 70 Euro. Die Küchenbenutzung steigt von 15 Euro auf 30 Euro bei Trauerfeiern und beispielsweise bei Hochzeiten.

Der Hütter Treff kann derzeit für 15 Euro gemietet werden, 2017 ist das Doppelte zu zahlen. Bei privaten Feiern werden weitere 15 Euro (also 45 Euro) fällig. Auch wer Vieh im Schlachthaus in Schlierbach schlachten will, muss tiefer in die Geldbörse greifen: Der Preis für Großvieh steigt von 40 auf 60 Euro (2017) und für Kleinvieh von 25 auf 40 Euro (2017).

Die Mehrzweckhalle im KSF fällt ebenfalls unter die Satzung zur Gebührenanhebung. Die Hallenbenutzung wird bis 2017 teurer: pro Stunde von 20 auf 40 Euro, ganztägig von 150 Euro auf 240 Euro. Die Nutzung der Bühne kostet derzeit 50 Euro für Selbstabholer, 2017 wird der Preis auf 90 Euro angehoben.

Wird die Bühne durch die Mitarbeiter des Bauhofs angeliefert, steigen die Kosten von 210 auf 300 Euro. Die Beschallungsanlage des Bürgerhauses können Selbstabholer derzeit für 30 Euro mieten, 2017 zahlen sie das Doppelte. Liefert der Bauhof, sind aktuell 80 Euro fällig, in drei Jahren steigt der Preis auf 140 Euro.

Das Tennis- und Badmintonspielen im KSF wird ebenfalls teurer. Der Stundensatz steigt von 13,50 Euro auf 17 Euro für Tennis und von 8,50 auf 12 Euro für Badminton.

Das Hallen-Abo während der Hallensaison für Tennis steigt von 400 auf 490 Euro, für Badminton von 225 auf 330 Euro. Ein Ganzjahres-Abo war bisher nicht möglich, soll aber ab 2015 genutzt werden können. Es wird mit einem Preis von 600 Euro eingeführt, der innerhalb von zwei Jahren um 60 Euro angehoben wird - jährlich um 30 Euro. Fürs Badmintonspielen an zwölf Monaten im Iahr werden ab nächstem Jahr 400 Euro, bis 2017 dann 440 Euro fällig.

n Am Montag beraten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde ab 19 Uhr im Raum Salzböde im Kur- und Bürgerhaus über die neue Gebührensatzung der Gemeinschaftshäuser.

von Silke Pfeifer-Sternke

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