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Gemeinde sucht Dialog mit Unternehmen

Johnson Controls Gemeinde sucht Dialog mit Unternehmen

In ihrer letzten Sitzung dieser Legislaturperiode werden die Dautphetaler Gemeindevertreter am Montag offenbar an einem Strang ziehen.

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Der Friedensdorfer Standort der Firma Johnson Controls.

Quelle: Thorsten Richter

Dautphe. Darauf lässt eine Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses schließen, die dieser am Dienstagabend traf. Es geht um die ungewisse Situation für Personal und Werk der Firma Johnson Controls im Ortsteil Friedensdorf.

Einstimmig befürwortet das Gremium einen Antrag aller Fraktionen, mit dem der Gemeindevorstand zusätzlich zum Engagement des Bürgermeisters beauftragt wird, „sich bei allen heimischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie beim Management der Firma Johnson Controls für den Erhalt aller Arbeitsplätze am Standort Friedensdorf einzusetzen und zu einer für die Zukunft tragfähigen Lösung zu gelangen“.

Der Einmütigkeit ging eine Diskussion voraus, die erst nach dem Beitritts-Angebot der ursprünglichen Antragsteller CDU- und FW-Fraktion an die SPD-Fraktion schlagartig endete. Zuvor erinnerte Sozialdemokrat Jürgen Dannenhaus an einen Antrag aller Fraktionen aus dem Jahr 2014, mit dem Kreistag und Landtagsabgeordnete aufgefordert wurden sich bei der Firma um den Erhalt des Standortes einzusetzen.

Bürgermeister bietet sich als Moderator an

Die Erkenntnis sei, so Dannenhaus: „Die Firma trifft ihre Entscheidungen ohne die Parlamente.“ Deshalb müssten die Arbeitnehmer in ihrem Kampf um die Arbeitsplätze unterstützt werden, forderte Dannenhaus, denn schließlich leisteten auch sie mit ihrer Einkommenssteuer einen Beitrag für die Gemeinde.

Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) beantwortete Dannenhaus‘ Frage, dass schon damals und auch heute die Firma sich „bedeckt“ halte und keine Aussagen zu ihren Plänen mache. Der Gemeinde seien die Arbeitnehmer und der Standort wichtig und deshalb möchte er anbieten, zu moderieren.

Zuvor hatte CDU-Fraktionschef Dr. Horst Falk für den Antrag geworben. Es sei klar, dass die Gemeinde einen „sehr begrenzten Einfluss“ habe. Doch da Arbeitsplätze und Standort „wackeln“ gehe es auch um die Ängste der Mitarbeiter und ihrer Familien. Deshalb solle der Bürgermeister mit einem möglichst großen Votum unterstützt werden, um Gespräche zu erreichen und zu führen.

von Gianfranco Fain

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