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Gemeinde Lohra will 
neues Bauland ausweisen

„Auf den langen Stichen“, „Pfeifersacker“ und „Leimacker“ Gemeinde Lohra will 
neues Bauland ausweisen

In drei Orten der Großgemeinde soll neues 
Bauland ausgewiesen werden: zwei in den 
südlichen Orten Altenvers und Kirchvers, einer im Lohra direkt.

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Quelle: Peter Smola / pixelio.de

Reimershausen. Ohne Wenn und Aber stimmten die Lohraer Gemeindevertreter einer 
geänderten Vorlage des Gemeindevorstands zu, um neues Bauland in Lohra ausweisen zu können.

Die Änderung des Vorschlags geschah auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses, 
wo ein Änderungswunsch der SPD- und CDU-Fraktion auf ungeteilte Zustimmung stieß.

Während der Gemeindevorstand die Absicht hatte, die weitere Erschließung des Baugebietes „Auf den langen Strichen“ im Ortsteil Lohra voranzutreiben, regten CDU und SPD an, auch den Pfeifersacker in Kirchvers und Leimacker in Altenvers in Baugebiet umzuwandeln.

Die Ausweisung der Baugebiete soll in Zusammenarbeit über die Hessische Landgesellschaft (HLG) erfolgen, wozu aber erst noch eine Vereinbarung getroffen werden muss, deren Modalitäten die Gemeinde Lohra akzeptieren kann.

Die HLG habe ihr Interesse bekundet, mit der Gemeinde zusammenarbeiten. Sie würde die Abrechnung der Erschließungsbeiträge übernehmen. Ferner würde die Entwicklung des Baugebietes für die Gemeinde haushaltsneutral erfolgen. Die Gemeindevertreter stimmten mit ihrem Votum dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zu.

Bei einer Gegenstimme beschlossen die Gemeindevertreter die Kündigung der Mitgliedschaft Lohras im Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland.

von Gianfranco Fain

 
Hintergrund: HLG

Die HLG ist hessenweit für mehr als 200 Kommunen in der Entwicklung von etwa 350 Wohnbau- und Gewerbegebieten tätig, im Kreisgebiet unter anderem für Gladenbach und die Gemeinden Weimer sowie Ebsdorfergrund. Durch die Zusammenarbeit mit der HLG verbleibt die Planungshoheit bei der Kommune, die beispielsweise Gebietsfestlegungen, Ankauf- und Verkaufspreise, Grundstücksvergaben und Ansiedlungsziele festlegt. Vor dem Beginn der Baulandentwicklung können alle Kosten von der HLG übernommen werden, so dass die Abwicklung für die Gemeinde haushaltsneutral verläuft.

Zur Finanzierung kann die HLG nach eigenen Angaben der Kommune attraktive Konditionen bieten. Nach der Ausschreibung gibt die HLG den Gemeindegremien eine Vergabeempfehlung. Die spätere Vermarktung erfolgt über den HLG-Partner „Wunschgrundstücke.de“. Die HLG übernimmt die Beratung, Betreuung und Besichtigungstermine vor Ort sowie die 
Abwicklung der Kaufverträge. Den Verkauf der Grundstücke beschließt die Gemeindevertretung.
Für ihre Tätigkeit erhält die HLG eine vom Land geregelte Gebühr, die im Verkaufspreis enthalten ist. Eine eventuelle Wertschöpfung verbleibt somit bei der Gemeinde.

 
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