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Gelle, Weoul und Solberfläsch

Sprücheverkauf Gelle, Weoul und Solberfläsch

Der Verein „Dialekt im Hinterland“ und die VR Bank bieten ein Plakat mit Begriffen und Sprüchen im Hinterländer Dialekt zum Verkauf an.

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Künstlerin Anke Althaus-Aderhold (links) Vereinsvertreter und der Vorstandssprecher der VR Bank Wolfgang Brühl (2. von rechts) stellen das Mundartplakat vor.

Quelle: Anita Ruprecht

Biedenkopf. Der Verein „Dialekt im Hinterland“ hat in Zusammenarbeit mit der VR Bank Biedenkopf-Gladenbach das Projekt „Mundartwörter und Redewendungen, die in ihrer Individualität für die einzelnen Hinterlandgemeinden einzigartig und prägend sind“ seit Mitte Januar mit Leben gefüllt.

Die Resonanz des Aufrufs überwältigte den Vorsitzenden Reiner Wagner. In den Volksbankfilialen des Hinterlandes lagen Karten aus, auf denen man Redewendungen im heimischen Platt vorschlagen konnte. Rund 1200 Karten wurden ausgefüllt.

Dies sei ein positiver Wandel, wertete Wagner. Hätte vor einigen Jahren die Mundart nur noch ein Nischendasein geführt, seien die Hinterländer heute wieder stolz auf ihren Dialekt. Dies sei auch ein Verdienst des Vereins.

163 Begriffe und Redewendungen

„Wir hätten aus der Ausbeute der Wörter 10 Plakate herstellen können“, sagte Wagner. 163 Begriffe und Redewendungen mit 234 Wörtern hat der Vorstand ausgewählt, aus denen die Künstlerin Anke Althaus-Aderholt aus Bad Berleburg-Alertshausen ein ansprechendes und farbenfrohes Plakat entwarf, das ab sofort in allen Geschäftsstellen der VR Bank verkauft wird. Eine Gladenbacher Druckerei druckte das Plakat.

Die weitaus meisten Vorschläge für das Plakat kamen aus Dautphetal, aber auch aus dem Gladenbacher Raum kamen knapp 200 Vorschläge. Die Wörter sollten noch landläufig in Gebrauch sein und aus allen drei Sprachregionen des Hinterlandes sollten Wörter und Redewendungen auf dem Plakat platziert werden, dies waren die Vorgaben der Vorstandsmitglieder.

Der Verein „Dialekt im Hinterland“ wurde 1996 gegründet und hat gut 270 Mitglieder aus mehr als 60 Orten des Hinterlands. Der Verein suche immer wieder Partner für seine Projekte. So seien schon welche mit der Universität Marburg sowie den Schulen und Kindergärten des Hinterlandes gelaufen und dieses Mal habe man die heimische Bank mit ins Boot genommen, sagte Wagner.

Heimatverbundenheit und Bodenständigkeit sei die Maxime der VR Bank, sagte Vorstandssprecher Wolfgang Brühl. Da hätten die Verantwortlichen der VR Bank nicht lange überlegen müssen, als der Verein „Dialekt im Hinterland“ auf sie zugekommen sei. Es sei Ehrensache, dass die Bank im Jahr ihres 150-jährigen Bestehens das Projekt des Vereins zur Stärkung der Hinterländer Identität unterstütze.

von Anita Ruprecht

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