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Geldstau durch Umbau

Förderein Europaschule Geldstau durch Umbau

Im Panoramaraum der Europaschule Gladenbach trafen sich ein Dutzend Mitglieder des schulischen Fördervereins zur Jahreshauptversammlung und zogen Bilanz über Finanzen und Aktivitäten.

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Die Bauarbeiten an der oberen Schule in Gladenbach behinderten in den vergangenen Jahren große Investitionen des Fördervereins. Einige Tausend Euro kamen dank der Sponsorenläufe für
Kisomachi zusammen.Fotos: Joshua Müller, Hartmut Berge

Gladenbach . Einleitend fasste die Vorsitzende Edith Müller-Zimmermann die Aktivitäten des Fördervereins im vergangenen Jahr zusammen: So bezahlte der Verein unter anderem einen vom Schulorchester benötigten E-Bass-Verstärker, jegliche Geschenke für Schulabgänger sowie Teile der neuen Einrichtung des Schülervertretungs-Zimmers und das Saatgut der Schulgarten-AG. Des Weiteren unterstützte der Förderverein die Gladenbacher Kinder- und Jugendtheatertage, entlohnte die Schülerlotsen und schloss mehrere Arbeitsverträge mit teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern im Betreuungsangebot der Europaschule.

Auch außerhalb der Europaschule engagiert sich der mehr als 70 Mitglieder umfassende Förderverein weiterhin: Die Tansania-Beauftragte Sarah Schiebel erklärte, dass der Kontakt zur Partnerschule im tansanischen Kisomachi unverändert bestehe, wenngleich im vergangenen Jahr keinerlei Geld in tansanische Projekte flossen. Trotzdem nehmen die Schulden der Schule weiter ab, die Schülerzahlen mit besseren Examen hingegen zu. Für die 2017 anstehende Reise nach Tansania meldeten sich laut Schiebel 21 Schüler, der nächste Sponsorenlauf ist für den 25. Mai eingeplant. Die Hälfte des dann erlaufenen Geldes wird in zwei neue Klassenräume in Kisomachi investiert.

In Bezug auf die Finanzen des Fördervereins, eröffnete Kassiererin Rosemarie Vollmer in ihrem Bericht, dass die Elternspenden stabil geblieben und selbst von den vergangenen Spendenläufen noch einige Tausend Euro übrig seien. Dies liege laut dem Vorstand in erster Linie an den Bauarbeiten in der oberen Schule, die größere Investitionen ins Gebäude blockieren würden. Schulleiter und Zweiter Vereinsvorsitzender Michael Prötzel gab in dieser Hinsicht jedoch Entwarnung: Nach den Osterferien werden die Bauarbeiten im Verwaltungstrakt der Europaschule abgeschlossen sein. Der seit 2008 laufende Rundumschlag der Umbauten an der oberen Schule findet vorerst einen Abschluss und lasse größere Investitionen somit wieder zu.

Einige Vorschläge hat der Vorstand bereits im Kopf: Eingesetzt werden könnte das Geld vor allem im neuen Lernzentrum, im Schülervertretungs-Zimmer und am oberen Schulhof. Prötzels Amtsvorgänger Siegfried Seyler warf außerdem den Gedanken ein, der Schulfassade einen neuen Anstrich zu gönnen.

Um mehr Ideen zu sammeln und den Vorstand breiter aufzustellen, beschlossen die Mitglieder, die Vereinssatzung anzupassen und die Obergrenze für die Anzahl der Beisitzer im Vorstand aufzuheben. Und die Satzungsänderung zeigte gleich Wirkung: Neben der Bestätigung der bisherigen Hauptakteure im Vorstand, wählten die Mitglieder gleich fünf weitere Beisitzer.

Anstehende Aktivitäten kamen im Anschluss zur Sprache: Die Vorsitzende des Schulelternbeirats, Silke Waldschmidt, stellte das pädagogische Theaterprojekt „Mein Körper gehört mir!“ vor, das einstimmigen Anklang der Zuhörer fand. Vom Förderverein unterstützt, wird das Projekt Ende April in den vierten Klassen debütieren.

Außerdem diskutierten die Anwesenden über ein erneutes Ehemaligentreffen, um dem Namen „Verein der Freunde, Förderer und Ehemaligen der Freiherr-vom-Stein-Schule“ gerecht zu werden und über eine gemeinsame Unternehmung mit Schülern und Eltern ausländischer Herkunft.

von Joshua Müller

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