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Geldfluss nach Buchenau und Holzhausen

Gemeinde Dautphetal investiert Geldfluss nach Buchenau und Holzhausen

Obwohl die Gemeinde schon 645.000 Euro 
ausgibt, um die Zuschüsse des Dorferneuerungsprogramms zu nutzen, 
investiert sie auch in 
andere große Vorhaben.

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Drei große Investitionsprojekte der Gemeinde Dautphetal: Parallel zum Feldweg soll im Irrlachenfeld eine Fahrradweg entstehen (großes Bild), für die Buchenauer Feuerwehrleute wird die Umkleide von der Fahrzeughalle (oben links) getrennt und die energetische Sanierung des Bürgerhauses Holzhausen (oben rechts) wird fortgesetzt.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphetal. Rund 1,8 Millionen Euro soll die Gemeinde Dautphetal in diesem Jahr investieren. Diese Zahl geht aus dem Haushaltsentwurf hervor, über den die gemeindlichen Gremien derzeit beraten. Änderungen, ob groß oder klein, sind deshalb noch möglich. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren zeigt jedoch, dass dies selten eintritt. Die Investitionsvorhaben werden mittel- bis langfristig geplant, Abweichungen treten aus Kosten- oder Dringlichkeitsgründen auf.

Dennoch ist in diesem Jahr ­etwas anders. Von den 1,8 Millionen Euro entfallen allein 645.000 Euro auf Vorhaben, die anlässlich des „Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts“ (Ikek) im Investitionsplan stehen (die OP berichtete). Viele davon wären ohne die hohen Ikek-Zuschüsse von der Gemeinde so bald auch gar nicht zu stemmen, wie zum Beispiel die Sanierung des großen Beckens im Waldschwimmbad Holzhausen für rund 300.000 Euro.

Holzhausen: 400.000 Euro für Hoch- und Tiefbau

Während sich die Ikek-­Vorhaben ortsteilübergreifend hauptsächlich auf Schwimmbäder und Dorfgemeinschaftshäuser sowie den Kauf eines Bürgerbusses konzentrieren, profitieren von etwa der Hälfte der restlichen 1,135 Millionen Euro Investitionssumme die Orte Buchenau und Holzhausen.

Am Fuße des Hünsteins soll die Entwicklung des seit 1999 per Bebauungsplan bestehenden Baugebietes „Höfengärten“, auf dem es schon ein paar Häuser gibt, vorangetrieben werden. Sechs bis acht weitere Bauplätze könnten dort laut Ralf Mevius vom gemeindlichen Bauamt verkauft werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Gemeinde ­eine Straße baut. Für diese sogenannte Erschließung mit dem Bau von Abwasserkanal, Wasserleitungen und Straße sind 100.000 Euro im Haushaltsplan vorgesehen.

Weit mehr, nämlich 300.000 Euro, soll für die weitere Sanierung des Bürgerhauses Holzhausen bereitgestellt werden. Nach den erfolgten Umbauten, steht noch die energetische ­Sanierung von Dach, Fassaden und Fenstern sowie die Modernisierung der Lüftungszentrale an. Diese könnte verkleinert werden, wenn die zu sportlichen Zwecken genutzte Halle eine Decken-Strahlplatten-Heizung erhält. Welche Komponenten in diesem Jahr angegangen werden, müssen die Gremien noch entscheiden.

Diskussion über Feldweg ist nicht neu

Halb so viel Geld wie in Holzhausen, nämlich rund 200.000 Euro, soll in Buchenau investiert werden. Das meiste davon wird in die Verlängerung beziehungsweise den Bau eines Radweges beim Gewerbegebiet ­„Irrlachenfeld“ / Am Burgberg gesteckt.

Darüber wurde schon vor rund anderthalb Jahren gesprochen, als der Containerdienst Bamberger das Gelände der ehemaligen Eiserfelder Steinwerke übernahm. Kam es auf dem befestigten Feldweg schon zuvor zu Engpässen, wenn sich landwirtschaftliche Fahrzeuge und Nutzer des Lahntal-Radweges begegneten, so wurde mit einer Zunahme an „brenzligen Situationen“ gerechnet. Der Werksverkehr der Entsorgungsfirma von der Carlshütte zum neuen Standort, muss nämlich ebenfalls diesen Verbindungsweg nutzen.

Eine weitere Zunahme des Begegnungsverkehrs wird erwartet, wenn aus dem Gelände des unweit liegenden ehemaligen Steinbrecherwerks wie vorgesehen ein Landschaftsbaubetrieb entsteht (die OP berichtete). Der Lieferverkehr für beide Betriebsstätten erfolgt von der Carlshütte aus über den Feldweg.

Parallel dazu soll im „Irrlachenfeld“ ein Radweg entstehen. Für den Bau bis zum Gelände der ehemaligen Eiserfelder Steinwerke erwartet die Gemeinde einen Zuschuss vom Land Hessen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zu den kalkulierten Baukosten in Höhe von 170.000 Euro.

Dachsanierung bei Alter Kirche Hommertshausen

Weitere 30.000 Euro wird die Trennung der Umkleiden von der Fahrzeughalle der Feuerwehr kosten. Was in Damshausen schon geschah, ist in Buchenau ohne große Probleme realisierbar, während in den anderen Dautphetaler Orten umfassendere Planungen nötig sind, erklärt Mevius.

Ein weiterer größerer Einzelposten ist die Teilerneuerung des Daches der Alten Kirche in Hommertshausen. Für 25.000 Euro soll die der Straße zugewandte Dacheindeckung ausgetauscht werden. Vom Denkmalschutzamt hat die Gemeinde schon die Zusage für einen Zuschuss bekommen.

Unter den weiteren Beträgen­ des Investitionsplanes ragen noch heraus: Geräte und Maschinen für den Bauhof mit 20.000 Euro, die Ergänzung der EDV-Ausstattung im Rathaus mit 70.000 Euro, die Straßenbeleuchtung in den Orten mit 75.000 Euro, der Kauf von Grundstücken mit 300.000 Euro. Beträge unter 20.000 Euro sind für Ausstattung von Kindergärten, Spielplätzen, Friedhöfen, Gemeinschaftshäusern und Feuerwehren vorgesehen.

von Gianfranco Fain

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