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Gefahr gilt als niedrig

Stollen-Einsturz Gefahr gilt als niedrig

Der eingestürzte stillgelegte Stollen „Friedrich August“ in Holzhausen, der auf dem Grundstück Bergstraße 1 einen fünf Meter großen Krater aufgetan hat, stellt laut Konrad Moog, Bauamtsleiter der Gemeinde Dautphetal keine Gefahr für die Hausbewohner und die Nachbarn dar.

Holzhausen. Am Mittwochvormittag habe es ein weiteres Treffen vor Ort gegeben mit dem Hauseigentümer Hans Wolf und mit Harald Franz vom Bergbauamt des Regierungspräsidiums Gießen, bei dem das Gefährdungspotenzial als gering eingeschätzt wurde.

Gerüchte, wonach das Loch sich um weitere zwei Meter in die Tiefe vergrößert hat, bestätigte Moog nicht. Nach seiner Beobachtung hat keine Bewegung der Erdmasse stattgefunden. Franz erneuerte am Mittwoch seinen Rat, das Erdloch schnellstmöglich mit flüssigem Beton zu verfüllen, auch wenn das mehrstöckige Wohngebäude noch keinerlei Risse aufzeige. Moog geht nach dem Gespräch mit ihm davon aus, dass das Stollensystem der Kupfer- und Bleigrube „Friedrich August“ unter dem Wohnhaus in den Fels getrieben wurde und deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so weitläufig ist. Karten über die Grube liegen dem Bergbauamt nicht vor, lediglich eine sechsseitige Akte aus dem Jahr 1871. Familie Wolf hatte vor Tagen ein lautes Geräusch vernommen und war von einer Dachlawine ausgegangen. Der Krater an der Hausfassade, der vier Meter unter die Garage reicht, ist ihnen nicht gleich aufgefallen.

Am Dienstagabend gab Bergbau-Experte Franz Entwarnung. Er ging davon aus, dass das Haus aus den 40er Jahren nicht einsturzgefährdet ist. Nun heißt es für Wolfs, schnellstens eine Spezialfirma mit der Füllung des Erdlochs zu beauftragen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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