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"Geburtenwald" schafft die erste Hürde

Ausschuss-Sitzung "Geburtenwald" schafft die erste Hürde

Der Haupt-, Wirtschafts- und Umweltausschuss in Lohra diskutierte die Einrichtung eines „Geburtenwalds“ in der Gemeinde.

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Konstantin Theissig montierte im „Geburtenwald“ in Stadtallendorf das Namensschild seiner Tochter Lotta an dem Stab, der die junge Traubeneiche schützen soll.

Quelle: Yanik Schick

Lohra. Ein „Geburtenwald“ ­stehe für die Verbundenheit zur Region sowie die Heranführung der Kinder an Wald und Natur, begründete Manuel Thomas (CDU) den Antrag seiner Fraktion. BfB-Fraktionsvorsitzender Harald Rink findet den Antrag grundsätzlich gut, wollte den Antrag allerdings ergänzen.

Änderung wird abgelehnt

Er schlug vor, den Wald „Ereigniswald“ zu nennen, und Bäume bei besonderen Ereignissen wie beispielsweise die Einschulung der Kinder oder aber auch bei offiziellen Treffen mit den Partnerschaftsstädten Lohras zu pflanzen. Zudem schlug er vor, nicht nur in der Kerngemeinde, sondern auch in den Ortsteilen solche Wälder anzulegen, falls das der Ortsbeirat wünscht.

Der CDU-Antrag wurde bei einer Enthaltung mit acht Ja-Stimmen befürwortet. Die Ergänzungsvorschläge von Harald Rink wurden abgelehnt.

Der Gemeindevorstand stellte anschließend eine Vorlage zur Einrichtung einer alterserweiterten Gruppe in der evangelischen Kindertagesstätte „Regenbogenfische“ in der Schulstraße in Lohra vor. Dazu muss die Betriebserlaubnis der Einrichtung geändert werden. Die aktuelle Betriebserlaubnis sieht 60 Plätze für Kinder vom vollendeten 10. Lebensmonat bis zum Schuleintritt in einer Krippengruppe sowie 2 Regelgruppen vor. Die Regelgruppe im Obergeschoss der Einrichtung soll in eine alterserweiterte Gruppe umgewandelt werden. Vorteil einer solchen Gruppe ist, dass weitere Kinder unter 3 Jahren aufgenommen werden können und dass die jüngeren Kinder von den älteren lernen. In die alterserweiterte Gruppe sollen demnächst 5 Kinder ab dem Alter von 2 Jahren gehen, wie die evangelische Kirchengemeinde­ als Träger der Gemeinde mitgeteilt hat.

Zwingend vorgeschrieben für die Einrichtung dieser Gruppe­ ist der Umbau des Waschraums zum Preis von 26400 Euro. Für die Einrichtung der Gruppe will die Kirchengemeinde Landesfördermittel beantragen, sodass die politische Gemeinde für den Umbau noch gut 7000 Euro zahlen muss. Der Antrag wurde einstimmig befürwortet. Eine ebensolche alterserweiterte Gruppe soll auch in der evangelischen Kindertagesstätte Kirchvers eingerichtet werden. Auch dafür sind Umbauarbeiten in Höhe von circa 10000 Euro nötig. Der Ausschuss befürwortete auch diesen Antrag einstimmig.

Ein Antrag der BfB-Fraktion­ zur Erhöhung der Verkehrssicherheit durch das Anbringen von Hinweisschildern „Achtung Geschwindigkeitskontrollen“ innerhalb des Gemeindegebiets wurde mit 5 Nein-Stimmen und 4 Ja-Stimmen abgelehnt.

Gewöhnungseffekt

„Die Schilder haben Botschaft und Wirkung“, begründete Rink den Antrag. Solche Schilder seien keine Verkehrsschilder, darauf wies Bürgermeister Georg Gaul (parteilos) hin. Die Schilder hätten nur dann Wirkung, wenn auch wirklich die Geschwindigkeit überprüft werde, sagten einige Ausschussmitglieder. Andere verwiesen auf den schnellen Gewöhnungseffekt bei ­solchen Hinweisschildern.

Der 2. Nachtragshaushalt 2015/2016 wurde vom Haupt-, Wirtschafts- und Umweltausschuss einstimmig befürwortet. Der Nachtragshaushalt weist positivere Zahlen als erwartet durch höhere Gewerbesteuereinnahmen aus. Dies sei allerdings keine Entwarnung, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Kurt Schwald und verwies auf die rund 8 Millionen Euro Schulden, die die Gemeinde Lohra immer noch habe.

Auf Anfrage teilte Bürgermeister Gaul mit, dass der Haushalt 2017 im Januar eingebracht werden soll. Die Gemeinde habe ein neues Finanzprogramm erhalten, das die Aufstellung des neuen Haushalts um einige Wochen verzögert habe.

nDie Gemeindevertreter tagen am Donnerstag, 15. Dezember, ab 19 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses.

von Anita Ruprecht

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