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Gebühren: Nur noch Plus 50 Prozent

Dorfgemeinschaftshäuser Gebühren: Nur noch Plus 50 Prozent

Nach Protesten ist die vorgesehene Gebührenerhöhung für die Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser um mehr als 100 Prozent vom Tisch. Nun sollen rund 50 Prozent genug sein.

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Nach Protesten Lohraner Bürger sollen die Gebühren für Dorfgemeinschaftshäuser nicht mehr um 100 sondern nur noch um 50 Prozent erhöht werden.

Quelle: Thorsten Richter

Lohra. Schon einmal empfahl der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung Lohras den Parlamentariern die Annahme der vom Gemeindevorstand ausgearbeiteten Gebührenerhöhung für die Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser der Gemeinde. Ende November geschah das bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Nach der Publikation der vorgesehenen Erhöhung um mehr als 100 Prozent, verschwand die Vorlage von der Tagesordnung der Gemeindevertretung, die Anfang Dezember stattfand. Offenbar war der damalige Proteststurm zu groß gewesen.

Am Donnerstag stand das Thema erneut auf der Tagesordnung des Hauptausschusses, diesmal ist eine Erhöhung um mehr als 50 Prozent vorgesehen. Erneut empfiehlt der Ausschuss dem Gemeindeparlament die Annahme, diesmal allerdings bei zwei Gegenstimmen. Wortführer war damals wie auch am Donnerstag Harald Platt. Der Christdemokrat bezeichnete die „immer noch 65 Prozent“ als „Haufen Zeug“, während die Kindergartengebühren nur um 10 Prozent erhöht worden seien.

Auch Lothar Aßlar (BfB) sprach sich gegen den Vorschlag aus, weil man von den geschätzten Mehreinnahmen in Höhe von 16500 Euro den Haushalt nicht sanieren könne. „Wir müssen mit den Erhöhungen anfangen, sagte dagegen Ausschussvorsitzender Hermann Schorge (SPD), da man eine Anpassung in der Vergangenheit „verschlafen“ habe. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Kurt Schwald äußerte sich froh darüber, dass die Initiativen, die Gebührenerhöhung zu bremsen, Früchte getragen haben. Die „notwendige Erhöhung“ sei nunmehr „nicht überzogen“.

Der CDU-Fraktionschef Werner Waßmuth plädierte dafür, der Vorlage zu folgen: „Wir sollten von unserer Linie nicht abweichen, sonst werden wir total unglaubwürdig.“

von Gianfranco Fain

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