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Gebrummel wegen zu vieler Brummis

Uneinigkeit über Verkehrszunahme Gebrummel wegen zu vieler Brummis

Der Silberger Ortsbeirat will eine Zunahme des Schwerverkehrs durch 
den Ort festgestellt 
haben. Wie Antworten auf eine CDU-Anfrage zu entnehmen ist, könnte der Gemeindevorstand nicht eingreifen.

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Ob der Schwerlastverkehr durch Silberg zugenommen hat oder nicht, darüber gehen die Meinungen in der Gemeinde Dautphetal auseinander.

Quelle: Lutz Benseler

Dautphe. Der Ortsteil Silberg war während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Dautphetal ein Thema, genau genommen der Schwerlastverkehr durch den Ort. Dieser hat nach Ansicht der CDU zugenommen, und deshalb stellte die Fraktion dem Gemeindevorstand drei Fragen.

Doch die von Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) vorgetragenen Antworten decken die CDU-Ansichten nicht. Allenfalls aufgrund der „umfangreichen Bautätigkeit für den Windpark auf dem Weißenberg“ gebe es eine Zunahme des Schwerlastverkehrs, sagte Schmidt , um anzufügen: „Diese sind jedoch nur temporärer Natur.“

Damit hätte sich der zweite Teil der Frage der CDU schon erübrigt, dennoch erklärte Schmidt, dass Verkehrsbeschränkungen aus Gründen des Lärmschutzes oder der Verkehrssicherheit erfolgen könnten.

Eingriffe wären nach der Straßenverkehrsordnung aber nur dann möglich, wenn dort zum Beispiel eine besondere Gefahr für Gesundheit und 
Leben der Verkehrsteilnehmer bestehe. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Ortsdurchfahrt auf Lastwagen bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht zu beschränken. Aber: „Dieser Forderung steht die unbeschränkte Widmung der Straßen, sprich Kreisstraße 39 und 46, entgegen“, sagte Schmidt und hatte somit auch schon die zweite CDU-Frage beantwortet.

Ausbau der Kreisstraße 
in Silberg erst nach 2018

Schmidt fügte noch an, dass für Beschränkungen aus Lärmschutzgründen momentan die rechtlichen Voraussetzungen fehlen. Dies wären Lärmberechnungen mit entsprechenden 
Ergebnissen. Zudem sei davon auszugehen, dass bei Sperrung der Kreisstraßen nach Silberg andere Routen stärker frequentiert würden, was wiederum zu Lasten anderer Mitbürger gehe.

„Die derzeit verfügbaren Zahlen zeigen hier ein deutliches Bild“, meint der Rathauschef. So ergab die letzte Zählung im Abschnitt zwischen Quotshausen und Silberg die Nutzung durch 128 Lastwagen pro Tag. Für die parallel verlaufende L 3042 durch Hommertshausen zählte die „Hessen Mobil“ hingegen 462 Laster.

Im Ortsbeirat Silberg war die Verkehrsbelastung im Juli ein Thema. Das Gremium ist sicher, dass der Schwerlastverkehr sich vermehrt hat. So sagt Ortsvorsteher Harald Velte: „Die Frequenz hat sich deutlich erhöht.“ Erkennbar sei dies an der Anzahl der Sattelzüge, die durch den Ort fahren. „An der Kreuzung in der Ortsmitte stehen die regelmäßig voreinander und müssen rangieren“, sagt Velte. Die These des Baustellenverkehrs teilt er nicht: „Nein, die Zulieferer nutzen die Route über Quots­
hausen.“

Zumindest eine positive Antwort hatte Schmidt auf die dritte CDU-Anfrage parat. Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde 
hätten auf Nachfrage erklärt, dass die Sanierung der Kreisstraße 39 in das Bauprogramm des Kreises aufgenommen ist. Für diesen Herbst sei geplant, Gespräche über den Umfang, die Details und die Kosten eines Ausbaus der Ortsdurchfahrt zu führen. Mit einer Realisierung sei jedoch nicht vor dem Jahr 2018 zu rechnen, sagte Schmidt.

von Gianfranco Fain


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