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"Gas-Spürer" fandet nach Leitungslecks

Netzüberprüfung "Gas-Spürer" fandet nach Leitungslecks

In den kommenden Wochen wird ein "Gas-Spürer" in der Region unterwegs sein, um das Gasnetz zu überprüfen.

Biedenkopf . Mit einer Sonde, die Bodenluft über den in den Straßen verlegten Gasleitungen ansaugt, ist „Gas-Spürer“ Dirk Beyer in der EAM-Netzregion derzeit in Biedenkopf unterwegs, um die Erdgasleitungen routinemäßig zu überprüfen. Das Gasspürgerät erinnert an einen Metalldetektor, der „Gas-Spürer“ ähnelt einem Schatzsucher. Doch der Hintergrund ist ernst: Das Spürgerät soll alle Lecks – und seien sie noch so klein – im Erdgasnetz „sichtbar“ machen. Das gelingt dadurch, dass das Messgerät bereits auf kleine Mengen Methan, dem Hauptbestandteil von Erdgas, reagiert.

Ausgerüstet mit einem modernen Gasspürgerät, Laptop mit GPS-Empfang und digitalem Kartenmaterial wird „Gas-Spürer“ Dirk Beyer zu Fuß alle Leitungsstrecken und Hausanschlussleitungen in der Netzregion Biedenkopf abgehen.

Stellt das Gas-Spürgerät eine geringe Gaskonzentration fest, ertönt ein akustisches Signal: Das Gerät piept. Es ist hoch empfindlich und erfasst sogar Gasspuren in kleinsten Konzentrationen. Zusätzlich wird die gemessene Gaskonzentration angezeigt.

Anschließend wird der genaue Punkt der Messung an die EAM-Netzleitstelle gemeldet, damit eine mögliche Leckage umgehend durch die vor Ort zuständigen Mitarbeiter behoben werden kann. Während er das Netz abgeht, steht der „Gas-Spürer“ immer in engem Kontakt mit dem zuständigen Regioteam in Biedenkopf.

In den kommenden Wochen hat der „Gas-Spürer“ noch mehr zu tun. Im Auftrag der EAM-Gruppe wird er in Gladenbach und den Stadtteilen Erdhausen, Mornshausen und Weidenhausen sowie in Hatzfeld und dem Stadtteil Reddighausen unterwegs sein. Mit der Durchführung der Überprüfungen ist die Firma Schütz aus Lahr im Schwarzwald beauftragt.

Der Energieversorger EAM macht darauf aufmerksam, dass dem „Gas-Spürer“ der Zugang zu den Grundstück gewährt werden sollte.

Rund 5000 Kilometer umfasst das gesamte Erdgasnetz der EAM-Gruppe. In der Netzregion Biedenkopf müssen in diesem Jahr rund 170 Kilometer des Erdgasnetzes überprüft werden.

Wie ein EAM-Sprecher mitteilte, werden nur ganz vereinzelt kleine Undichtigkeiten festgestellt, da das Netz technisch auf einem hochwertigen und modernen Stand ist. Die Netze stellen in der Regel keine Gefahr für die Anwohner dar, da das Gasspürgerät bereits sehr geringe Methankonzentrationen misst, die der menschliche Geruchssinn noch lange nicht wahrnehmen kann, heißt es in einer EAM-Pressemitteilung. Rund 180000 Euro investiert EAM jedes Jahr in die Überprüfung des Rohrnetzes.

Das deutsche Erdgasnetz ist ein ausgedehntes, unterirdisches System mit einer Gesamtlänge von rund 445000 Kilometer. Es verläuft nicht nur geradeaus, sondern zieht sich quer durch die Landschaft und die Städte und Gemeinden.

von Silke Pfeifer-Sternke

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