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Ganz Lohra eine Tempo-30-Zone?

Zustimmung im Bauausschuss Ganz Lohra eine Tempo-30-Zone?

Unter enger Abstimmung mit den Ortsbeiräten soll geklärt werden, wo es zukünftig in der Gemeinde Lohra Tempo-30-Zonen geben soll.

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Die Schwimmbadstraße in Kirchvers ist schon als Tempo-30-Zone gekennzeichnet.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Ganz Kirchvers ist schon seit Jahren eine Tempo-30-Zone. Ganz Kirchvers? Nein, die Durchgangsstraßen, also solche mit überörtlicher Bedeutung unterliegen der regulären Tempo-50-Begrenzung. Offensichtlich wurden gute Erfahrungen mit der generellen Beschränkung in Wohngebieten gemacht, sodass jetzt der Gemeindevertretung ein Prüfantrag der BfB-Fraktion vorliegt.

Ein entsprechender Wunsch nach Tempo 30 sei von Zuhörern während einer Ortsbeiratssitzung in Weipoltshausen geäußert worden, hieß es am Dienstagabend in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses zur Begründung. Der parteilose Bürgermeister Georg Gaul bestätigte, dass ähnliche Wünsche von mehreren Ortsbeiräten gegenüber dem Gemeindevorstand geäußert wurden.

Somit wäre ein Auftrag des Prüfantrags fast schon erfüllt, denn die BfB möchte, dass der Bürgermeister in seiner Funktion als örtliche Ordnungs- und Straßenverkehrsbehörde das Thema in diesem Jahr mit allen Ortsbeiräten erörtert. Danach soll er mit der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises über die Umsetzung aller Wünsche nach Tempo-30-Zonen beraten und das Prüfergebnis der Gemeindevertretung zur Kenntnis geben.

Ferner soll auch ermittelt werden, unter welchen Bedingungen Geld vom Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium aus dem Fundus „Entflechtungsmittel zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse“ zu erhalten ist. Der Christdemokrat Peter Thiel wandte ein, dass es in der Stadt Gladenbach und in der Gemeinde Ebsdorfergrund solche flächendeckenden Tempo-30-Zonen schon gebe, diese aber „nicht so viel bringen, wenn‘s nicht kontrolliert wird“.

Mobile Anzeige gibt Aufschluss über Tempo

Kurt Schwald begrüßte dagegen die Intention. Der Bürgermeister solle nach einer Analyse sehen, „was übrig bleibt und Tempo-30-Zone-fähig ist“, sagte der SPD-Fraktionschef. Der Antrag wird der Gemeindevertretung einstimmig bei einer Enthaltung zur Annahme empfohlen.

Gaul verdeutlichte noch, dass eine Überprüfung und Senkung der Fahrzeug-Geschwindigkeit durchaus sinnvoll sein kann. So sei zum Beispiel bei Willershausen nachts ein Fahrzeug mit 107 km/h gemessen worden. Mehr Aufschluss über Tempo-Einhaltungen erwartet die Gemeinde durch die mobile Geschwindigkeitsanzeige, die seit Ende Mai zum Einsatz kommt. Die bisherigen Ergebnisse in der Kirchverser Schwimmbad- und der Pfarrstraße zeugen von einer durchschnittlichen Eintrittsgeschwindigkeit um 40 km/h in der Tempo-30-Zone mit Ausreißern nach oben.

Eine ebenfalls einstimmige 
Annahmeempfehlung sprachen die neuen Ausschussmitglieder für den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes „Am Bahnhof II“ aus. Dieser sei die logische Konsequenz des Beschlusses der Gemeindevertretung, das ehemalige Bahngelände von der Biegenstraße bis zum alten Bahnhofsgebäude an einen heimischen Unternehmer zu verkaufen, der dort altersgerechte und barrierefreie Miet- und Eigentumswohnungen errichten will.

Diesbezüglich sei bei einem Termin mit Behördenvertretern die Machbarkeit signalisiert worden und Ausgleichsarbeiten naturschutzrechtlicher Art seien auch schon begonnen worden. Das Ziel des Unternehmers sei, nach der Sommerpause mit den Bauarbeiten zu beginnen. Auf Nachfrage bejahte Gaul, dass der Unternehmer die Kosten für den Bebauungsplan übernimmt.

Ebenfalls auf Anfrage erklärte 
Gaul, dass die Außenarbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus nach einer Unterbrechung am Mittwoch fortgesetzt werden sollten. Der Gemeindevorstand vergebe jetzt den Auftrag für die Innenausstattung, sodass spätestens Ende August 
die Feuerwehr in ihr neues 
Domizil einziehen könne.

von Gianfranco Fain

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