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Gansbach-Brücke soll saniert werden

Gemeindevertretung Gansbach-Brücke soll saniert werden

Verärgert waren Angelburgs Gemeindevertreter, weil Bürgermeister Thomas Beck das Gremium zum Beschluss über den Neubau der Gansbach-Brücke nicht rechtzeitig informiert hatte.

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Im August sollen die Bauarbeiten beginnen, Endes des Jahres soll das Bauwerk fertiggestellt sein.

Quelle: Sascha Valentin

Angelburg. Für den Bau der Brücke über den Gansbach im Angelburger Ortsteil Lixfeld sind laut Beschlussvorlage überplanmäßige Ausgaben von 56.000 Euro nötig, damit das Bauprojekt mit einem geschätzten Volumen von 360.000 Euro umgesetzt werden kann.

Die Gemeindevertreter wissen, dass die Brücke marode ist und dringend saniert werden muss. Dennoch waren sie unzufrieden – es wurde gar der Antrag gestellt, die Beschlussfassung von der Tagesordnung zu nehmen, da sich die Gemeindevertreter übergangen und uninformiert fühlten.

Auch die Mitglieder im Bauausschuss taten sich schwer, ein Votum abzugeben. Im Februar hatten sie den Wunsch geäußert, einen Plan zu erhalten. Obwohl dem nicht entsprochen wurde, sollten die Ausschussmitglieder eine Empfehlung abgeben.

Gegen die überplanmäßigen Ausgaben zu stimmen, wäre allerdings wenig hilfreich gewesen, weil die Zeit drängt. Um in den Genuss von 124.000 Euro Fördergeld vom Land Hessen zu kommen, ist Voraussetzung, dass im August mit dem Bau der Brücke begonnen wird.

Endlich auf der Prioritätenliste

Um das Projekt nicht zu gefährden rangen sich die Bauausschuss-Mitglieder zu der Empfehlung durch, dem Beschluss zuzustimmen, allerdings mit der Maßgabe, dass die Summe um 30.000 Euro reduziert wird. Bürgermeister Beck wurde aufgefordert, in Zukunft die Informationen für Projekte rechtzeitig den Gremien zur Verfügung zu stellen. Die Möglichkeit des Wegfalls der Fördermittel war dann auch der Grund dafür, dass sich die Mehrheit bei Gegenstimmen der CDU dagegen aussprach, den Tagesordnungspunkt abzusetzen.

Der Förderantrag wurde 2009 für das darauffolgende Jahr gestellt. Mehrere Jahre wurde das Projekt nicht vom Land bewilligt, weil es weit hinten auf der Prioritätenliste stand. Das hat sich nun geändert. Der Neubau wurde bereits im Investitionsplan des Haushaltsjahres 2015 etatisiert. Bürgermeister Beck stellte fest: „Der Neubau ist dringend notwendig.“ Die Brücke diene unter anderem als Zufahrt für die Schule und das Sportgelände und werde viel genutzt.

Ende dieses Jahres soll das Brückenbauwerk fertiggestellt sein. Das aktuell geplante sei größer dimensioniert als das 2009 beantragte. Die Durchflussgeschwindigkeit des Wassers sei von 4,1 Kubikmeter pro Sekunde auf 6,2 erhöht worden, erklärte der Planer. Diese Änderung bedinge keine gravierende Erhöhung der Kosten, erklärte er. Für Heinz Müller (CDU) stellte sich die Kostenberechnung dennoch grundsätzlich als zu hoch dar. Er glaubt, es könne für die Hälfte gebaut werden.

von Silke Pfeifer-Sternke

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