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Gäste kommen und die Sonne strahlt

Städtepartnerschafts-Jubiläum Gäste kommen und die Sonne strahlt

Welch ein Glück für die Gladenbacher: Als sie ihre Gäste aus Monteux, Londerzeel, Niemcza und Tabarz begrüßen, lacht nach einem bislang völlig verregneten Frühling die Sonne.

Gladenbach. Einige halten sich noch auf dem Parkplatz vor dem Haus des Gastes auf, warten auf Mitreisende oder genießen die Sonne. Andere sind schon drinnen. Rund 120 Gäste aus den Partnerstädten Monteux (Frankreich), Niemcza (Polen), Londerzeel (Belgien) und Tabarz (Thüringen) kamen, um Gladenbachs Städtepartnerschaften zu feiern: 25 Jahre mit Monteux, 15 Jahre mit Niemcza.

Spätestens beim Betreten des Hauses des Gastes ist am Samstagvormittag europäisches Flair zu spüren. In allen Ecken und Winkeln des Foyers sind Gespräche auf polnisch, französisch oder deutsch zu vernehmen. Es herrscht dichtes Gedränge. Überall Händeschütteln und Umarmungen. Für viele ist der Empfang ein Wiedersehen unter Freunden, die sich Monate oder gar Jahre nicht gesehen haben. Eigentlich besteht die Städtepartnerschaft schon seit 26 Jahren, doch der Besuch der Südfranzosen zählt noch zum Jubiläumsprogramm: Er bildet die „Rückverschwisterung“, nachdem bereits im September des vergangenen Jahres 60 Gladenbacher nach Monteux reisten. Hier eröffnet Gladenbachs Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim offiziell das Programm zur „Rückverschwisterung“.

Der Rathauschef geht auf die wechselvolle Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen ein. Er beginnt beim Fränkischen Reich Karls des Großen und kommt schließlich auf ein von Frieden bestimmtes Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen zu sprechen: „1962 - nur 17 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg - waren es Bundeskanzler Konrad Adenauer und der Staatspräsident Charles de Gaulles, die mit ganzer Kraft die Aussöhnung unserer beiden Völker betrieben.“

Eine zweisprachige Ausstellung unter dem Titel „50 Jahre Elysée-Vertrag“ informiert über wichtige Stationen der deutsch-französischen Aussöhnung.

„Diese Ausstellung wandert von Ort zu Ort“, erklärt Michael Willms, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins. Das Europäische Parlament stellte den Gladenbachern das Informa­tionsmaterial zur Verfügung.

Interessierte Blicke zieht auch die zweite Ausstellung mit dem Titel „Gladenbach-Monteux-Niemcza“ auf sich. Sie besteht aus Bildern, die die Geschichte der Städtepartnerschaften erzählen. Monteux und Niemcza sind übrigens nicht nur die Partnerstädte Gladenbachs, sondern auch untereinander verschwistert. Und so trugen sich Grzegor Kosowski, Bürgermeister von Niemcza, und sein Monteuxer Amtskollege und Partner Christian Gros in das Goldene Buch der Stadt ein.

von Björn-Uwe Klein

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