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Gäste haben Interesse an Wiederaufforstung

Förderung Gäste haben Interesse an Wiederaufforstung

Eine 14-köpfige vietnamesische Delegation von Forstleuten besuchte am Donnerstag das Forstamt Biedenkopf und anschließend kyrillgeschädigte Waldflächen im Breidenbacher Ortsteil Niederdieten.

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Auf dem Areal „Am Bornweg“, das gleich von zwei Orkanen geschädigt wurde, zeigte Forstamtdirektorin Sigrid Krawielitzki, unterstützt von Revierförster Achim Bösser auf einem Plan die oftmals sehr klein parzellierten Waldflächen der Privatwaldbesitzer in Niederdieten.

Quelle: Klaus Peter

Niederdieten. Auf dem Sportplatz in Niederdieten begrüßte Forstamtsdirektorin Sigrid Krawielitzki von Hessen-Forst, Forstamt Biedenkopf, die von Dr. Phan Thanh Ngo und dem Teamleiter International Stephen C Devenish angeführte Delegation. Begleitet wurde die Gruppe von Jan Voss, Juniorberater GFA Consulting Group (Hamburg).

Wie Jan Voss der OP berichtete, wird ein Aufforstungsprojekt in Mittelvietnam durch die Bundesrepublik beziehungsweise die KfW-Entwicklungsbank finanziell unterstützt. Bei diesem seit August 2003 bestehenden Projekt stehen Aufforstungen in den Provinzen Thanh Hoa und Nghe An an.

Dabei werden Kleinbauern für die Aufforstung von bis zu vier Hektar über das sogenannte Sparbuchmodell gefördert. Während des letzten Krieges wurden große Wälder entlaubt. Außerdem sei auch dort, wie in Deutschland, der Fehler gemacht worden, sich auf Monokulturen zu konzentrieren.

Ein Großteil der Flächen sei seit Jahrzehnten unbestockt und stark erodiert und werde von der Bevölkerung meist als Viehweide genutzt. Die sich ausschließlich in staatlichem Besitz befindlichen Flächen werden durch interessierte Kleinbauern aufgeforstet, wobei maximal vier Hektar pro Haushalt gefördert werden. Nach der vietnamesischen Verfassung behalte der Staat das Eigentum an dem Land. Das Nutzungsrecht des Kleinbauern werde aber in das sogenannte „Rote Buch“ – eine Art Grundbuch – eingetragen und biete so die höchste Stufe der Rechtssicherheit.

Diese Eintragung des Nutzungsrechtes sei Voraussetzung dafür, dass ein Kleinbauer die Förderung der Aufforstung erhalten könne. Die jeweilige Fördersumme werde nicht direkt ausbezahlt, sondern auf einem Konto gutgeschrieben, das auf den Namen des Kleinbauern bei einer Bank eingerichtet werde. Um Geld zu erhalten, müssen die Bauern die Fläche entsprechend der technischen Richtlinien des Projekts vorbereiten, die Pflanzung, wie auch die regelmäßige Jungwuchspflege, müssen dabei die geforderten Qualitätsstandards erfüllen.

von Klaus Peter

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Freitagsausgabe der OP.

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