Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Fusion beschert 50.000 Euro vom Land

Aktionstag in Lohra Fusion beschert 50.000 Euro vom Land

Gut besucht war am Samstag der "Tag der offenen Tore" am neuen Feuerwehrstützpunkt in Lohra. Am Aktionstag präsentierten die Feuerwehrleute Besuchern den Neubau.

Voriger Artikel
Prinzip Hoffnung mobilisiert Massen
Nächster Artikel
Roland Hartmann will Dekanat mitgestalten

Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor, Patrick Schuhmacher, führt die Besucher durch den Neubau. Kleines Foto: Eine Bilderwand zeigte die Geschichte der Feuerwehr auf.

Quelle: Ingrid Lang

Lohra. Im halbstündigen Rhythmus fanden Führungen durch das neu gebaute Feuerwehrgerätehaus statt, an denen meist bis zu 20 Besucher teilnahmen. Patrick Schuhmacher und Martin Schlagl klärten über die Nutzung der Räume auf. In der Großgemeinde Lohra haben sich die drei Feuerwehren Lohra mit Damm und Nanz-Willershausen zusammengeschlossen (die OP berichtete).

Zu den ersten Besuchern zählte die Feuerwehr aus der Partnergemeinde Herges-Hallenberg aus Thüringen mit Bürgermeister Christian Endter aus Steinbach-Hallenberg. Für die Kinder war in der Fahrzeughalle eine Feuerwehrhüpfburg zum Toben aufgebaut.

Viele Besucher sahen sich die Fahrzeuge der Feuerwehr an sowie die alte Handdruckspritze aus dem Jahre 1880 sowie die Spritze aus dem Jahre 1911 und alte­ Feuerwehrhelme und Zubehör.

Neues Domizil für mehr als 50 Aktive

Bürgermeister Georg Gaul sagte,­ dass die Umsetzung des Neubaus sieben Jahre in Anspruch genommen hat. Im November 2012 erhielt die Gemeinde den Bewilligungsbescheid des Landes Hessen, 2015 wurde mit dem Bau des Gerätehauses begonnen, und der Spatenstich erfolgte am 21. Juli mit der Maßgabe, das fertige Gebäude bis Ende 2016 zu übergeben. Schon Ende Juli wurde Richtfest gefeiert, und es mussten nur Restarbeiten fertiggestellt werden.

Für die Feuerwehr und auch die Gemeinde war dies ein historischer Tag, denn die mehr als 50 aktiven Feuerwehrleute ­zogen am 24. September in das Gebäude ein. Auch die Wehren aus Damm und Nanz-Willershausen verabschiedeten sich mit ein bisschen Wehmut von ihren bisherigen Standorten. Durch die Fusion der Feuerwehr werden die Kameraden jetzt ­gemeinsam den Brandschutz gewährleisten.

Lob richtete Gaul an Hans-Georg Hof, Inhaber der gleichnamigen Firma, der nicht nur die Tagesbereitschaft fördert, sondern auch 15 Spinde und die Einsatzbekleidung stellte.

Lob und Anerkennung gab es auch für die Fusion der Feuerwehren von Claus Spandau vom Kompetenzzentrum internationale Zusammenarbeit in Wiesbaden, der an Bürgermeister Gaul einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 50.000 Euro im Namen der Hessischen Landesregierung übergab. Patrick Schuhmacher, stellvertretender Gemeindebrandinspektor sagte: „Ich freue mich, dass das lang geplante Projekt mit dem Einzug endlich zu Ende ging.“

Neues Gerätehaus ist Quantensprung

Für die Feuerwehr sei dies ein Quantensprung und das sei nicht zu hoch gegriffen. Es sei gut, dass die Fördermittel des Landes nicht gebunden sind. Vielleicht könne man von dem Geld ein Stromaggregat, das dringend gebraucht wird, kaufen, sagte Schuhmacher.

Hans-Georg Hof sieht die freiwillige Feuerwehr als notwendig an und unterstützt daher auch die Tagesbereitschaft. 15 Mitarbeiter, davon sind drei Wehrführer, wirkten an dem Projekt der Tagesbereitschaft mit, betonte der Firmenchef.

„Leider leben wir in einer Gesellschaft, die das nicht für wichtig ansieht, aber bei einem Unfall oder Brand sagt, das hätte aber besser laufen können“, sagte Hof. Er überreichte anschließend eine Spende an den Förderverein der freiwilligen Feuerwehr und sagte: „Vielleicht kann sie euch die Arbeit etwas erleichtern.“

Wolfgang Dillner, Vorsitzender der Feuerwehr Herges-Hallenberg, erinnerte an den ersten Besuch im alten Feuerwehrgerätehaus im Jahr 1990. „Da sind uns bald die Augen ausgefallen, denn dort standen drei Feuerwehrfahrzeuge, das hatten wir noch nicht gesehen“, sagte Dillner.

Bilderwand zeigt die Feuerwehrgeschichte

Wolfgang Kühnel, der der ­Alters- und Ehrenabteilung angehört, gab einen kurzen Rückblick in die Geschichte der freiwilligen Feuerwehr und hatte dazu eine große Bilderwand im Gerätehaus aufgebaut.

Im Anschluss sorgten die Grenzgangmusikanten aus Goßfelden zusammen mit dem Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Marburg mit einem Konzert für gute Unterhaltung und große Begeisterung. Im Laufe des Tages sahen sich auch Feuerwehrleute der benachbarten Wehren in dem neuen Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Mitte Lohra um und waren begeistert.

von Ingrid Lang

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr