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Furcht vor weiteren Windrädern ist präsent

Windpark Hilsberg Furcht vor weiteren Windrädern ist präsent

Es ist übersichtlich geworden bei der Jahreshauptversammlung der „Bürgerinitiative zur Förderung des Naturschutzes und der Heimatpflege Holzhausen am Hünstein und Umgebung“.

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Die Windräder auf dem Hilsberg lassen die Gemeinde Bad Endbach aus den Trübnissen der Vergangenheit in eine finanziell bessere Zukunft auftauchen.

Quelle: Gianfranco Fain

Holzhausen. War in den Jahren zuvor der kleine Saal des Holzhäuser Bürgerhauses über den sprichwörtlichen „letzten Platz“ hinaus gefüllt, so kamen am Freitagabend rund 50 Mitglieder zur Versammlung des Vereins, obwohl die Mitgliederzahl nahezu unverändert ist. Dies erklärte Vorsitzender Reinhold Leinweber der OP.

Doch der Wille zur Unterstützung sei ungebrochen, versicherte Leinweber den Anwesenden. Das verdeutlichte später auch Kassierer Mathias Kamm. Rund 4200 Euro gab der Verein 2015 für Beratungen, Messungen oder den Kauf eines geeichten Schallmessgerätes aus, nahm aber nur 390 Euro an Spenden ein und halbiert so nahezu seine Rücklage. Doch es gebe Zusagen von Mitgliedern, bei Bedarf auch größere Beträge zu spenden, sagt Kamm.

Geld, das der Verein womöglich brauchen wird. Denn Leinweber beschrieb eine düstere Zukunft: Nicht nur die Lärmmessungen geben regelmäßig Anlass zu Beschwerden, es bestehe unter den Anlagen auf dem Hilsberg auch „permanent die Gefahr von Eisabwurf“, und der Vogelschlag habe recht früh im Jahr „schlimmer als erwartet“eingesetzt.

„Wir sind das Dorf der Gallier“

Zudem gehe „der Windwahn weiter“. Man habe zwar Einwände gegen den neuen Teilregionalplan eingebracht, „doch da müsse man dranbleiben“. Wenn der erstmal stehe, gebe es kein Halten mehr. „Wir befürchten einen enormen Zubau“, sagte Leinweber.

Dann sei es nur eine Frage der Zeit, bis in Herzhausen Grundstücke an Investoren verkauft würden, Gladenbach plane zudem unbeirrt bei Rachelshausen weiter und es gebe Anzeichen, dass am Standort 3 des Hilsbergs doch noch ein Windrad gebaut werde.

All das sei zu beobachten und im Eintrittsfall zu prüfen, sagte auch Andreas Knoll. Er hielt einen Vortrag über die Aktivitäten von Vernunftkraft, einen Zusammenschluss von Initiativen, Vereinen und Privatpersonen, die die Energiepolitik weder für ökologisch noch alternativlos halten.

Es gab weitere kritische Stimmen, zum Beispiel die von Karl H. Leinweber, der anmerkte, dass die Haftpflicht-Deckungssumme der Windräder mit zehn Millionen Euro „viel zu gering ist“, wenn zum Beispiel ein herabstürzendes Rotorblatt ein Auto oder einen Bus auf der nahen Straße treffen würde.  Das Schlusswort sprach Ludwig Bastian: „Wir müssen weitermachen. Wir sind das Dorf der Gallier. Die anderen haben alle kapituliert.“

von Gianfranco Fain

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