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Fürs Steinwerk eröffnet sich eine neue Möglichkeit

Ruinenbeseitigung Fürs Steinwerk eröffnet sich eine neue Möglichkeit

Es bleibt dabei: Die Gemeinde Dautphetal hat kein Geld, um das Gelände des verfallenden Steinwerks am Lahnradweg zu kaufen. Neu ist, dass ein heimischer Unternehmer sein Interesse geäußert hat.

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Wüst sieht es auf dem Gelände des alten Steinwerks aus.Foto: Benedikt Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Buchenau. Trotz der jüngsten Entwicklung wird das Ärgernis „ehemaliges Steinwerk“ auf absehbare Zeit wohl auch ein solches bleiben. „Wir haben momentan weder das Geld, um das Gelände des ehemaligen Steinwerks zu kaufen und zu sanieren, noch, um es anschließend wieder herzurichten“, sagte gestern Fachbereichsleiter Mathias Kirchner. Ähnlich hatte sich sein Amtskollege vom Fachbereich Bauen und Finanzen, Hermann Henkel, Anfang April geäußert, als die OP über den wieder hochkochenden Ärger über die seit Jahren verfallende Industrieanlage in Buchenau berichtete.

Dennoch will die SPD-Fraktion in der Dautphetaler Gemeindevertretung der Sache „Gewicht verleihen“. So drückte sich der Fraktionsvorsitzende Joachim Ciliox gestern aus, als er erklärte, dass es hinsichtlich des ehemaligen Steinwerks einen Antrag zur nächsten Gemeindevertretersitzung geben wird. Ziel des Antrags wird sein, die Verwaltung zu einem nochmaligen Versuch anzuhalten, „irgendwie Fördermittel herbeizuschaffen, um den Zustand zu verändern, und mit hiesigen Unternehmen die Sache anzupacken“. Konkret geäußert hat sich bisher aber nur Jürgen Bamberger, der in Buchenau einen Containerdienst betreibt.

Bei diesem weilte die SPD-Fraktion am Montag zu einer Betriebsbesichtigung an der Carlshütte, in deren Anschluss es weiterging zum Steinwerk am Lahnradweg. Dort habe Bamberger sein Interesse geäußert, das Gelände vom Bauschutt zu befreien und den Müll zu entsorgen. Bamberger könne sich sogar vorstellen, das Grundstück zu übernehmen, erklärte Ciliox.

Das wäre ganz im Sinne der SPD, der Buchenauer und wahrscheinlich auch der Restgemeinde. Ciliox würde sich schon freuen, wenn Bewegung in die Sache käme: „Das wäre prima“, sagte er. Es wäre auch der Abschluss eines „interessanten Besuchs“, sahen die Fraktionsmitglieder doch auch, wie bei Bamberger Holzreste verwertet werden, um sie für Energieanlagen nutzbar zu machen. Da die Produktion vor Ort erfolge, sei dies für einen Verbrauch innerhalb der Gemeinde interessant, meinte Ciliox.

von Gianfranco Fain

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