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Für illegale Nutzer wird‘s eng

Beschluss zum Bahndamm Lohra Für illegale Nutzer wird‘s eng

Die Gemeinde Lohra will das ehemalige Bahngelände an die Anlieger möglichst verkaufen und die Wildnutzung eindämmen. Den Verkauf soll ein neuer Vorschlag befördern.

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Die Nutzung des ehemaligen Bahndamms in Lohra soll geregelt werden. Das beschloss die Gemeindevertretung.

Quelle: Gianfranco Fain

Altenvers. Als Vorschlag zur Güte bezeichnete SPD-Fraktionsvorsitzender Kurt Schwald den gemeinsam mit der CDU verfassten Antrag, nachdem man erkannt habe, in Erwartung des Interesses der Anlieger „zu euphorisch“ gewesen zu sein.

Nun will man alle Anlieger, insbesondere die der Gladenbacher Straße, entlasten. Dazu soll der Gemeindevorstand die Verkaufsverhandlungen aussetzen, bis die Endabrechnung der Gehwege in der Gladenbacher Straße beendet ist.

Den Anliegern werden Pachtverträge und Vorkaufsrechte eingeräumt. Der Pachtzins soll auf den Kaufpreis angerechnet werden. Der Pachtzins soll nach ortsüblichen Kriterien festgelegt werden. Sollten keine Verträge geschlossen werden, sind die bereits von Anliegern genutzten Flächen bis zum 1. Mai zu räumen, geschehe dies nicht, macht dies die Gemeinde zu Lasten der Verursacher.

Neusel plädiert für Begrenzung der Pacht

Vor allem Harald Rink (BfB) argumentierte gegen jenen Antrag und für eine Aufschiebung, wofür er sich von Christdemokrat Harald Platt die Frage gefallen lassen musste, ob er die „Wildbauer“ in Schutz nehmen wolle. Rink hatte gesagt, dass die Kaufbereitschaft gering sei, weil das Gelände vermutlich kontaminiert ist. In Gladenbach werde dies gutachterlich untersucht, in einigen Monaten wisse man mehr.

Zudem fragte er, was passiere, wenn die Pacht den Kaufpreis übersteigt: „Erstatten wir die dann zurück?“ Kathrin Neusel (BfB) plädierte deshalb für eine Begrenzung der Pacht auf zwei bis drei Jahre, Platt schlug zuvor fünf Jahre vor.

Christdemokrat Werner Waßmuth warf Rink vor, seine Behauptungen wider besseres Wissen vorzutragen. Es gebe bereits ein Gutachten für das Gelände in Lohra, „sonst hätte Netto nicht bauen dürfen“. Vorkaufsrechte müssten nicht im Grundbuch eingetragen werden, und die Pacht werde im Cent-Bereich liegen. Man müsse Klarheit schaffen, geltendes Recht anwenden und eine Fremdnutzung nicht mehr zulassen.

Bei 23 „Ja“-Stimmen, drei „Nein“-Stimmen und zwei Enthaltungen nahmen die Gemeindevertreter den Antrag an.

von Gianfranco Fain

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