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Fünf Bewerber für zwei Ämter

Bürgermeisterwahlen Fünf Bewerber für zwei Ämter

Während sich in der 
Gemeinde Dautphetal kein Herausforderer für Amtsinhaber Bernd Schmidt fand, treten in Steffenberg gleich vier
 Kandidaten an, um das vakante Bürgermeisteramt zu übernehmen.

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Die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl in Steffenberg (oben von links): Gerhard Acker, Michael Röther sowie (unten von links) Maik Schmidt und Gernot Wege. Bernd Schmidt (rechts) ist der einzige Kandidat in Dautphetal.

Quelle: Bernshausen, privat, Archiv

Steffenberg/Dautphetal. Am 6. März werden in zwei Hinterländer Gemeinden die Bürgermeisterämter vergeben. Neben dem ersten Termin am Tag der Kommunalwahl müssen sich die Bürger Steffenbergs auch gleich noch einen zweiten Termin für einen Gang zur Wahlurne freihalten, weil es bei vier Kandidaten durchaus möglich ist, dass es zu einer Stichwahl kommt. Diese fände an einem Sonntag, dem 20. März, statt.

Spätestens dann müssten sich die Bürger aus Niedereisenhausen, Niederhörlen, Obereisenhausen, Oberhörlen, Quotshausen und Steinperf für einen Kandidaten entscheiden, falls es Gerhard Acker (BLS), Maik Schmidt (SPD) oder den unabhängigen Kandidaten Gernot Wege und Michael Röther nicht schon am ersten Wahltag gelingt, die Mehrheit der Stimmen der rund 3220 Wahlberechtigten auf sich zu vereinen.

Seit Anfang Dezember standen Gerhard Acker und Maik Schmidt als Kandidaten der Bürgerliste beziehungsweise der SPD fest. Erst am 4. Advent mündeten die Überlegungen von Gernot Wege in den Beschluss zur Kandidatur.

Aufgrund seiner Gedankenspiele hatte sich der 46-Jährige auch nicht wieder für die Wahlliste des Ortsbeirates Niedereisenhausen aufstellen lassen. „Ganz oder gar nicht“, lautete die Devise des Noch-Ortsvorstehers.

SPD-Mann lehrt an der Elisabethschule Marburg

Der Diplom-Kaufmann stammt aus Dautphe, wohnt aber im Steffenberger Ortsteil, seitdem er vor 16 Jahren eine Niedereisenhäuserin heiratete. Mit seiner Ehefrau hat er zwei Kinder im Teenageralter und arbeitet bei der Firma Theis in Breidenbach-Wolzhausen.

Auch Maik Schmidt ist ein „Zugeheirateter“, der 2006 „der Liebe wegen“ nach Niedereisenhausen zog und dort mit seiner Frau zwei Kindern beim Erwachsenwerden hilft. Den 44-jährigen Studienrat nominierte der SPD-Ortsverband einstimmig als Kandidaten. Seine ersten Erfahrungen in der Lokalpolitik sammelte der gebürtige Sterzhäuser in der Gemeinde Lahntal. Politik ist eines seiner Lehrfächer an der Marburger Elisabethschule, wo er auch Chemie unterrichtet. Zudem ist er an der Marburger Universität Dozent für politische Bildung.

Ebenfalls zugezogen ist Michael Röther, der am Montagnachmittag seine Unterlagen im Rathaus abgab. Der 44-jährige Vater eines Kindes ist Inhaber einer KFZ-Prüfstelle in der Gemeinde. Das Hauptziel des unabhängigen Bewerbers ist, die Eigenständigkeit der Gemeinde zu erhalten.

Ein echtes Urgestein der Gemeinde ist dagegen der Kandidat der Bürgerliste Steffenberg. Gerhard Acker ist Amtsleiter des Steffenberger Rathauses, wuchs in Steinperf auf und lebt mit seiner Ehefrau in Obereisenhausen. Der 56-Jährige ist Vater zweier Kinder und zweifacher Großvater. Ackers 40-jährige Verwaltungstätigkeit begann mit seiner Lehre im heimischen Rathaus.

Ein-Mann-Show 
in Dautphetal

Während es in der Gemeinde Steffenberg keine Bewerbernot gibt, traut sich in der Nachbargemeinde Dautphetal offensichtlich niemand, gegen Amtsinhaber Bernd Schmidt anzutreten. Der Kandidat der Freien Wähler strebt seine dritte Amtszeit somit erneut ohne Kontrahenten an.

Nur bei seinem ersten Wahlerfolg im Jahr 2004 musste sich Schmidt gegen zwei weitere Bewerber behaupten und setzte sich erst in der Stichwahl gegen den Christdemokraten Andreas Feußner durch. Doch bereits am 
7. März 2010 war Schmidt alleiniger Kandidat, verknüpfte den Wahltag mit der Hoffnung auf eine hohe Wahlbeteiligung zur Bestätigung oder Kritik an seiner Arbeit.

Die Zielrichtung ist auch dieses Mal gleich, ob der 56-jährige Schmidt wieder 96 Prozent der Stimmen erreicht, wird sich zeigen. Der Dautpher hofft aber nicht nur auf eine Bewertung seiner Arbeit, er ruft die Berechtigten auch auf, zur Wahl zu gehen, dieses Recht, das den Bürgern zusteht, auch zu nutzen.

Für alle Kandidaten gilt: Sie müssen noch vom Wahlausschuss nach Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der eingereichten Unterlagen zugelassen werden. Dieser tagt am Freitag, 8. Januar, in Dautphe um 17 Uhr, in 
 Niedereisenhausen um 18 Uhr.

von Gianfranco Fain

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